• 20.01.2010, 13:23:24
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Peter Haubner: Verteilungs- und Leistungsgerechtigkeitdebatte entscheidend für breiten Wohlstand

Wirtschaftsbund für Stärkung der Eigenverantwortung und des Leistungswillens

Wien (OTS) - Wirtschaftsbund-Generalsekretär Abg.z.NR Peter
Haubner macht sich anlässlich der parlamentarischen Enquete zur
Verteilungsgerechtigkeit für die Einführung des zur Bürgerbilanz
weiterentwickelten Transferkontos stark: "Die Politik muss einen
Interessensausgleich schaffen zwischen jenen die geben und jenen die
nehmen. Dies muss unter der Prämisse geschehen, dass nur das verteilt
werden kann, was vorher erwirtschaftet wurde."

Haubner weiter: "Verteilungsgerechtigkeit kann daher nur vor dem
Hintergrund der Leistungsgerechtigkeit diskutiert werden." Der
Wirtschaftsbund fügt der aktuellen Debatte einige Zahlen und Fakten
hinzu:

? Österreich weist eine Sozialquote von 28 Prozent auf
(EU-Durchschnitt: 26,2 Prozent). Das bedeutet, dass fast ein Drittel
dessen, was in Österreich erwirtschaftet wird, für Sozialausgaben
verwendet wird.
? Österreich gab 2008 rund 30 Milliarden Euro für Sozialleistungen
aus. 10,4 Milliarden Euro davon sind reine Transferleistungen.
? Die Einkommensunterschiede in Österreich haben in den letzten 15
Jahren abgenommen - laut WIFO-Studie ist Österreich im
Einkommensbereich eines der egalitärsten Länder.
? 2,7 Millionen steuerpflichtige Personen in Österreich bezahlen
überhaupt keine Lohn- und Einkommenssteuer mehr

Der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes führt
weiter aus: "Ein Transferkonto schafft Transparenz und führt zu mehr
persönlicher Übersichtlichkeit. Transparenz bei Sozialleistungen
wird zu einem persönlichen Umdenken führen und so das Anspruchsdenken
reduzieren. Wir wollen Eigenverantwortung stärken - nur so können wir
die hohe Qualität des österreichischen Sozialsystems
aufrechterhalten."

Haubner abschließend: "Es wird gerne vom Verteilen gesprochen - dass
ist der leichtere Teil der Übung. Was meist zu kurz kommt ist, dass
die Leistungsträger dieses Landes mit ihrer Arbeitsleistung erst die
soziale Absicherung und Umverteilung möglich machen. Hier gilt es den
Fokus der Diskussion auf vermehrte Anreize zu setzen, die Leistung
als lohnenswertes Ziel aufwerten."

Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Tel.: (++43-1) 505 47 96 - 30
Mobil: 0664/ 88 42 42 06
mailto:[email protected]
http://www.wirtschaftsbund.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/159

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