Peter Haubner: Verteilungs- und Leistungsgerechtigkeitdebatte entscheidend für breiten Wohlstand

Wirtschaftsbund für Stärkung der Eigenverantwortung und des Leistungswillens

Wien (OTS) - Wirtschaftsbund-Generalsekretär Abg.z.NR Peter
Haubner macht sich anlässlich der parlamentarischen Enquete zur Verteilungsgerechtigkeit für die Einführung des zur Bürgerbilanz weiterentwickelten Transferkontos stark: "Die Politik muss einen Interessensausgleich schaffen zwischen jenen die geben und jenen die nehmen. Dies muss unter der Prämisse geschehen, dass nur das verteilt werden kann, was vorher erwirtschaftet wurde."

Haubner weiter: "Verteilungsgerechtigkeit kann daher nur vor dem Hintergrund der Leistungsgerechtigkeit diskutiert werden." Der Wirtschaftsbund fügt der aktuellen Debatte einige Zahlen und Fakten hinzu:

? Österreich weist eine Sozialquote von 28 Prozent auf (EU-Durchschnitt: 26,2 Prozent). Das bedeutet, dass fast ein Drittel dessen, was in Österreich erwirtschaftet wird, für Sozialausgaben verwendet wird.
? Österreich gab 2008 rund 30 Milliarden Euro für Sozialleistungen aus. 10,4 Milliarden Euro davon sind reine Transferleistungen.
? Die Einkommensunterschiede in Österreich haben in den letzten 15 Jahren abgenommen - laut WIFO-Studie ist Österreich im Einkommensbereich eines der egalitärsten Länder.
? 2,7 Millionen steuerpflichtige Personen in Österreich bezahlen überhaupt keine Lohn- und Einkommenssteuer mehr

Der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes führt weiter aus: "Ein Transferkonto schafft Transparenz und führt zu mehr persönlicher Übersichtlichkeit. Transparenz bei Sozialleistungen wird zu einem persönlichen Umdenken führen und so das Anspruchsdenken reduzieren. Wir wollen Eigenverantwortung stärken - nur so können wir die hohe Qualität des österreichischen Sozialsystems aufrechterhalten."

Haubner abschließend: "Es wird gerne vom Verteilen gesprochen - dass ist der leichtere Teil der Übung. Was meist zu kurz kommt ist, dass die Leistungsträger dieses Landes mit ihrer Arbeitsleistung erst die soziale Absicherung und Umverteilung möglich machen. Hier gilt es den Fokus der Diskussion auf vermehrte Anreize zu setzen, die Leistung als lohnenswertes Ziel aufwerten."

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