Langlaufen: 1.400 Verletzte 2008

Stürze auf Loipen führen häufig zu Knochenbrüchen. Entsprechende Technik und Ausrüstung reduzieren das Unfallrisiko.

Wien (OTS) - Die gute Schneelage zieht wieder vermehrt Langläufer auf kilometerlange Loipen im Gelände. Ohne entsprechende Kondition und Vorbereitung kann der winterliche Ausdauersport jedoch unfallträchtig enden: Im Jahr 2008 verletzten sich rund 1.400 Menschen beim Langlaufen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Hauptunfallursache waren Unfälle aufgrund der Bodenbeschaffenheit der Loipe - diese führte jedem zweiten Unfall zum Sturz. "Mehr als drei Viertel der Verletzten (79%) zogen sich Knochenbrüche zu, bei jedem Fünften mussten Sehnen- und Muskelverletzungen behandelt werden. Betroffen sind mit einem Drittel aller Verletzungen Fußgelenk und Knöchel, sowie zu einem weiteren Drittel Hand und Unterarm", sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Forschung & Wissensmanagement im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Nur mit der richtigen Technik auf die Loipe

Mit der richtigen Ausrüstung und Technik kann die Unfallwahrscheinlichkeit deutlich reduziert werden. Für beides empfiehlt sich die Beratung durch einen Profi. "Die richtige Bewegungsführung spielt beim Langlaufen eine entscheidende Rolle. Anfänger sollten zunächst mit leichten Strecken ohne größere Steigungen und Abfahrten beginnen und langsam die Schwierigkeit steigern", erklärt Dunzendorfer. Anfänger beginnen meist mit der klassischen Technik, dem Diagonalschritt, bei dem Arme und Beine diagonal zueinander bewegt werden und auf jeden Schritt eine Gleitphase folgt. Der Skating-Schritt, bei dem die Füße schräg nach hinten abgestoßen werden, ist eher für Fortgeschrittene geeignet, da technisch anspruchsvoller.

Langlaufen ist anstrengender als von vielen angenommen

Am Anfang sollte man langsam beginnen bis der Körper aufgewärmt ist. "Die Anstrengungen beim Langlaufen werden oft unterschätzt. Da sehr viele Muskelgruppen betätigt werden, sollte auf regelmäßige Pausen sowie eine, der eigenen Kondition entsprechende Belastung unbedingt geachtet werden", rät Dunzendorfer. Bei der Kleidung ist das Zwiebelschalen-Prinzip empfehlenswert, denn schon nach kurzer Zeit kann man leicht ins Schwitzen kommen. "Wichtig ist, auf andere Langläufer Rücksicht zu nehmen, nicht die Spur zu blockieren, oder das Anpassen der Geschwindigkeit an Verkehrsaufkommen und Loipenverhältnisse. Nicht vergessen werden darf, dass man auch für den Rückweg Kraft braucht, daher nicht erst umdrehen, wenn man bereits müde ist", schließt Dunzendorfer.

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