- 20.01.2010, 10:00:51
- /
- OTS0055 OTW0055
Langlaufen: 1.400 Verletzte 2008
Stürze auf Loipen führen häufig zu Knochenbrüchen. Entsprechende Technik und Ausrüstung reduzieren das Unfallrisiko.
Wien (OTS) - Die gute Schneelage zieht wieder vermehrt Langläufer
auf kilometerlange Loipen im Gelände. Ohne entsprechende Kondition
und Vorbereitung kann der winterliche Ausdauersport jedoch
unfallträchtig enden: Im Jahr 2008 verletzten sich rund 1.400
Menschen beim Langlaufen so schwer, dass sie im Spital behandelt
werden mussten. Hauptunfallursache waren Unfälle aufgrund der
Bodenbeschaffenheit der Loipe - diese führte jedem zweiten Unfall zum
Sturz. "Mehr als drei Viertel der Verletzten (79%) zogen sich
Knochenbrüche zu, bei jedem Fünften mussten Sehnen- und
Muskelverletzungen behandelt werden. Betroffen sind mit einem Drittel
aller Verletzungen Fußgelenk und Knöchel, sowie zu einem weiteren
Drittel Hand und Unterarm", sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des
Bereichs Forschung & Wissensmanagement im Kuratorium für
Verkehrssicherheit (KfV).
Nur mit der richtigen Technik auf die Loipe
Mit der richtigen Ausrüstung und Technik kann die
Unfallwahrscheinlichkeit deutlich reduziert werden. Für beides
empfiehlt sich die Beratung durch einen Profi. "Die richtige
Bewegungsführung spielt beim Langlaufen eine entscheidende Rolle.
Anfänger sollten zunächst mit leichten Strecken ohne größere
Steigungen und Abfahrten beginnen und langsam die Schwierigkeit
steigern", erklärt Dunzendorfer. Anfänger beginnen meist mit der
klassischen Technik, dem Diagonalschritt, bei dem Arme und Beine
diagonal zueinander bewegt werden und auf jeden Schritt eine
Gleitphase folgt. Der Skating-Schritt, bei dem die Füße schräg nach
hinten abgestoßen werden, ist eher für Fortgeschrittene geeignet, da
technisch anspruchsvoller.
Langlaufen ist anstrengender als von vielen angenommen
Am Anfang sollte man langsam beginnen bis der Körper aufgewärmt ist.
"Die Anstrengungen beim Langlaufen werden oft unterschätzt. Da sehr
viele Muskelgruppen betätigt werden, sollte auf regelmäßige Pausen
sowie eine, der eigenen Kondition entsprechende Belastung unbedingt
geachtet werden", rät Dunzendorfer. Bei der Kleidung ist das
Zwiebelschalen-Prinzip empfehlenswert, denn schon nach kurzer Zeit
kann man leicht ins Schwitzen kommen. "Wichtig ist, auf andere
Langläufer Rücksicht zu nehmen, nicht die Spur zu blockieren, oder
das Anpassen der Geschwindigkeit an Verkehrsaufkommen und
Loipenverhältnisse. Nicht vergessen werden darf, dass man auch für
den Rückweg Kraft braucht, daher nicht erst umdrehen, wenn man
bereits müde ist", schließt Dunzendorfer.
Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
mailto:elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
www.kfv.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/128
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KVS






