FTI-Strategie: uniko gegen Mittelumverteilung hin zur angewandten Forschung

Wien (OTS) - Mit zunehmendem Unbehagen beobachtet die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) die Diskussionsbeiträge zur Ausarbeitung einer Strategie der Bundesregierung für die Bereiche Forschung, Technologie und Innovation (FTI). Vor allem die Forderung, die Forschungsprämie von acht auf zwölf Prozent zu erhöhen, würde angesichts der dafür nötigen dreistelligen Millionensumme eine Schieflage im Verhältnis zwischen angewandter Forschung und Grundlagenforschung nach sich ziehen, kritisiert uniko-Präsident, Rektor Hans Sünkel. "Bei einer Akzentverschiebung zu Gunsten der Unternehmensforschung besteht die Gefahr, dass die Grundlagenforschung an den Universitäten als Quelle der Innovation aus dem Blickfeld gerät."

Diese Sorge ist deshalb begründet, weil die Universitäten schon jetzt die nahezu gleichzeitige Sistierung der FWF-Overhead-Kosten, den Wegfall der Zusatzfinanzierung aus dem siebenten Rahmenprogramm der EU, den Stopp der Erschließung des Patentierungs- und Lizenzierungspotenzials an den Universitäten (uni:invent- Programm) sowie einen einjährigen Ausfall des Investitionsprogrammes 2009 verkraften müssen. Sünkel appelliert daher dringend an die öffentliche Hand, sich ihrer Verantwortung für eine ausgewogene Verteilung der Forschungsmittel bewusst zu werden und bei der Erstellung der FTI-Strategie der Grundlagenforschung, und damit den Universitäten, die notwendige Priorität einzuräumen.

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