- 15.01.2010, 12:26:32
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Grüne Wirtschaft: "Bürokratie-Exzess Wirtschaftskammer-Wahl"
Bundessprecher Volker Plass gibt Einblicke in den "Bürokratie-Dschungel Wirtschaftskammer".

Wien (OTS) - Heute endet die Frist für die Abgabe der
Wahlvorschläge zur Wirtschaftskammer-Wahl 2010.
Aus diesem Anlass übergibt Volker Plass, Bundessprecher der Grünen
Wirtschaft, symbolisch Kopien jener rund 5.000 Formulare, die für die
bundesweite Kandidatur der Grünen Wirtschaft notwendig sind, vor der
Wirtschaftskammerzentrale an Präsident Christoph Leitl.
Die tatsächliche, rechtsverbindliche Übergabe findet zur selben Zeit
in den jeweiligen Landeskammern statt.
877 Wahlen - Ein gigantischer Bürokratie-Exzess!
"Während WKÖ-Präsident Christoph Leitl lieber anderen Tipps in Sachen
Verwaltungsreform gibt, veranstaltet sein eigenes Haus bei der
Wirtschaftskammer-Wahl einen gigantischen Bürokratie-Exzess", sagt
Volker Plass.
Bei der Wirtschaftskammer-Wahl handelt es sich um 877 Einzelwahlen in
877 regionalen Branchengremien. Um flächendeckend kandidieren zu
können, braucht man nicht nur mindestens 1 Kandidat/in für jedes
dieser Gremien, sondern auch eine genau definierte Anzahl von
Unterstützungserklärungen in jedem Gremium.
Sogar der ÖVP-Wirtschaftsbund muss wie alle anderen Fraktionen, die
längst im Wirtschaftsparlament der Kammer vertreten sind, alle fünf
Jahre bei Null beginnen und tausende Unterstützungserklärungen
sammeln.
Kammer-MitarbeiterInnen müssen 30.000 unnötige Formulare überprüfen
Insgesamt werden heute von allen Fraktionen bundesweit rund 30.000
großteils vollkommen unnötige Formulare eingereicht, die an diesem
Wochenende von Dutzenden Kammer-MitarbeiterInnen überprüft werden
müssen.
Diese Formulare mit genauer Fachgruppenbezeichnung, Adresse,
Unterschrift, Mitgliedsnummer, Sozialversicherungsnummer, Stempel und
weiteren detaillierten Firmenangaben usw. sind so kompliziert, dass
sie niemand versteht.
Bei den Mitgliedern der Wirtschaftskammer, den betroffenen
UnternehmerInnen, erzeugt diese Vorgangsweise nur Kopfschütteln.
Grüne Wirtschaft überspringt Bürokratie-Hürde
"Wir haben schon vor fünf Jahren gefordert, 80% dieser Formulare
ersatzlos abzuschaffen, aber der ÖVP-Wirtschaftsbund wollte an dieser
bürokratischen Hürde für kleine Fraktionen nicht rütteln. Die Grüne
Wirtschaft kann man jedoch mit solchen Schikanen nicht aufhalten",
sagt Volker Plass.
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Rückfragehinweis:
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Inge Hausbichler
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