Erdbeben in Haiti: SOS-Kinderdorf plant rasche Nothilfemaßnahmen

Innsbruck (OTS) - Noch immer keine Nachrichten aus den SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Haiti - und damit weiter Hoffen und Bangen, wie es den Kindern und Mitarbeitern geht. Erste Nothilfemaßnahmen werden vorbereitet. SOS-Kinderdorf bittet die Menschen in Österreich um Unterstützung.

Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit tausenden Toten auf Haiti ist noch immer nicht absehbar, ob und in welchem Umfang die SOS-Kinderdorf-Einrichtungen betroffen sind. Fehlende Infrastruktur und Stromversorgung haben einen direkten Kontakt bislang unmöglich gemacht. Richard Pichler, Generalsekretär von SOS-Kinderdorf International: "Wir haben noch keine konkreten Informationen, müssen aber davon ausgehen, dass auch unsere SOS-Kinderdörfer Schäden erlitten haben und Kinder und Mitarbeiter verletzt wurden."

Die große Sorge gilt vor allem dem SOS-Kinderdorf Santo, nahe der Hauptstadt Port-au-Prince, das nur wenige Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt liegt. Besser stehen die Chancen für das weiter entfernte SOS-Kinderdorf Cap Haitien im Nordosten Haitis, dass es von schweren Auswirkungen des Bebens verschont geblieben ist. Daher sollen von dort aus die geplanten Nothilfemaßnahmen für Kinder und Familien organisiert werden. Unterstützt wird SOS-Kinderdorf Haiti von einem SOS-Kinderdorf Team der angrenzenden Dominikanischen Republik, das bereits auf dem Weg ins Krisengebiet ist.

Nothilfemaßnahmen für Kinder und Familien

Als erstes geht es darum, Kinder und Familien in der Nachbarschaft der SOS-Einrichtungen mit dem Notwendigsten zum Überleben zu versorgen: Wasser, Nahrung, Kleidung, Medikamente. Im nächsten Schritt sollen Notunterkünfte geschaffen und die Menschen weiter grundversorgt sowie vor allem Kinder auch psychologisch betreut werden. Parallel dazu wird SOS-Kinderdorf gemeinsam mit Partnern vor Ort alles tun, um Kinder und ihre Familien wieder zusammenzuführen. Erst wenn das ganze Ausmaß der Katastrophe ersichtlich ist und die sicher über Wochen und Monate gehenden Nothilfemaßnahmen gewirkt haben, wird SOS-Kinderdorf mit langfristigen Maßnahmen und dem Wiederaufbau beginnen..

Unterstützung durch Soforthilfe-Patenschaft

SOS-Kinderdorf Präsident Helmut Kutin und Christian Moser, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf in Österreich, bitten die Österreicherinnen und Österreicher um Unterstützung, um die Not der Kinder und Familien in Haiti zu lindern - mit einer Spende oder befristeten Patenschaft. Infos dazu:
Service Telefon 0800/808081 (kostenlos) und www.sos-kinderdorf.at/soforthilfe

Spendenkonto: PSK. 1.566.000 "Haiti" BLZ 60.000.

In Haiti gibt es neben zwei SOS-Kinderdörfern zwei SOS-Jugendeinrichtungen, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein SOS-Berufsbildungszentrum und vier SOS-Sozialzentren - in denen rund 570 Kinder und Jugendliche dauerhaft betreut werden. Rund 2.600 junge Menschen und Erwachsene erhalten Unterstützung durch die Familien stärkende Programme von SOS-Kinderdorf.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/191

Rückfragen & Kontakt:

Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presse
mobil: 0676/88144 201
viktor.trager@sos-kd.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SOS0001