E-Card: Abarbeitung der Mängelliste wichtiger als Funktionserweiterung

Ärztekammer fordert Tagesaktualität von Versicherungsdaten sowie E-Card für Sozialhilfeempfänger

Wien (OTS) - "Der Hauptverband sollte endlich die noch ungelösten Aufgaben hinsichtlich der schon bestehenden E-Card-Funktionen machen, statt zu früh über weitere Anwendermöglichkeiten zu spekulieren." Das fordert die Ärztekammer hinsichtlich der geplanten E-Medikation. Als Beispiel von noch nicht erledigten Features nannte der Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Johannes Steinhart, die nach wie vor fehlende Tagesaktualität von Versicherungsdaten sowie die Nicht-Aufnahme von Sozialhilfeempfängern in das E-Card-System. ****

Arbeitsämter, Krankenkassen und Hauptverband hätten die technischen Voraussetzungen zu schaffen, die Versicherungssituation tagesaktuell elektronisch nachprüfbar zu halten und den Bürger nachweislich über Änderungen zu informieren. "Immer wieder treten Situationen auf, wo Patienten monate- oder sogar jahrelang nicht versichert sind, ohne von der zuständigen Krankenkasse benachrichtigt worden zu sein", kritisiert Steinhart.

Sozialhilfeempfänger, Privat- und Sonderversicherte - somit alle in Österreich krankenversicherten Personen - sollten zudem zumindest informell durch Bestätigung des aktuellen Versicherungsschutzes in das E-Card-Informationssystem eingebunden werden.

In diesem Zusammenhang verweist Steinhart auf die schon früher von der Ärztekammer erhobene Forderung nach einem Foto auf der E-Card. Dies könnte zumindest die gröbsten Fälle von Missbrauch verhindern, ohne die Bürokratie in der Ordination zu sehr zu belasten. Freilich weist Steinhart darauf hin, dass auch in diesem Fall die Verantwortung für die missbräuchliche Verwendung der E-Card nicht auf den Arzt abgeschoben werden dürfe. (hpp)

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