- 07.01.2010, 18:02:49
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"DER STANDARD"-Kommentar:"Kärntner Kniefall" von Elisabeth Steiner
Wien (OTS) - Als sich Jörg Haider 2005 mit seinen Orangen von der
FPÖ abspaltete, nahm er in Kärnten selbstverständlich die blaue
Parteienförderung mit. Getreu dem Motto "Die Partei bin ich". Die FPÖ
hatte das finanzielle Nachsehen, musste mit nur einem Abgeordneten im
Landtag ein kümmerliches politisches Leben fristen und wurde dafür
auch noch vom BZÖ verhöhnt.
2009 ist alles anders. Jörg Haider ist tot und Kärnten nach der von
seinen Erben ungehemmt fortgeführten Verschwendungspolitik samt
Hypo-Desaster nahezu bankrott. Die Kärntner Getreuen haben sich in
einem überfallsartigen Coup der Gebrüder Scheuch unter den
politischen Schutz und blauen Schirm von FPÖ-Chef Heinz-Christian
Strache geflüchtet. Das Rest-BZÖ um Josef Bucher und die Kärntner
Mini-FPÖ um Harald Jannach wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.
Und siehe da, plötzlich sprudelten nach jahrelangem Rechtsstreit 1,2
Millionen Euro an Parteienförderung für die Kärntner FPÖ und
großteils gleich weiter zu Strache - wenige Wochen bevor es zur
Kärntner Hochzeit mit der Bundes-FPÖ kam. Das sieht nach einem
besonders devoten Kniefall der Kärntner Freiheitlichen vor ihrem
neuen blauen Anführer aus. Man sieht: Haiders Erben haben sich mit
Haut und Haar an den Wiener Strache verkauft und sogar noch was
draufgelegt. Die Rechnung für das generöse Brautgeschenk bezahlt
wieder einmal der Steuerzahler.
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