"DER STANDARD"-Kommentar:"Kärntner Kniefall" von Elisabeth Steiner

Wien (OTS) - Als sich Jörg Haider 2005 mit seinen Orangen von der FPÖ abspaltete, nahm er in Kärnten selbstverständlich die blaue Parteienförderung mit. Getreu dem Motto "Die Partei bin ich". Die FPÖ hatte das finanzielle Nachsehen, musste mit nur einem Abgeordneten im Landtag ein kümmerliches politisches Leben fristen und wurde dafür auch noch vom BZÖ verhöhnt.
2009 ist alles anders. Jörg Haider ist tot und Kärnten nach der von seinen Erben ungehemmt fortgeführten Verschwendungspolitik samt Hypo-Desaster nahezu bankrott. Die Kärntner Getreuen haben sich in einem überfallsartigen Coup der Gebrüder Scheuch unter den politischen Schutz und blauen Schirm von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache geflüchtet. Das Rest-BZÖ um Josef Bucher und die Kärntner Mini-FPÖ um Harald Jannach wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.

Und siehe da, plötzlich sprudelten nach jahrelangem Rechtsstreit 1,2 Millionen Euro an Parteienförderung für die Kärntner FPÖ und großteils gleich weiter zu Strache - wenige Wochen bevor es zur Kärntner Hochzeit mit der Bundes-FPÖ kam. Das sieht nach einem besonders devoten Kniefall der Kärntner Freiheitlichen vor ihrem neuen blauen Anführer aus. Man sieht: Haiders Erben haben sich mit Haut und Haar an den Wiener Strache verkauft und sogar noch was draufgelegt. Die Rechnung für das generöse Brautgeschenk bezahlt wieder einmal der Steuerzahler.

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