• 05.01.2010, 12:02:40
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Sozialpartner wollen auch 2010 Konjunktur und Beschäftigung ankurbeln

Dank gemeinsamer Anstrengungen steht Österreich trotz schwieriger Ausgangslage besser und zuversichtlicher dar - Wachstum, Bildung und Arbeitsmarkt haben Priorität

Wien (OTS/PWK003) - "2010 wird ein Jahr voller
Herausforderungen, was Budget, Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum
betrifft. In den vergangenen Monaten der Krise haben die
Sozialpartner unter Beweis gestellt, dass dank gemeinsamer
Anstrengungen Österreich nun besser und zuversichtlicher da steht als
andere Nachbarstaaten. Wir haben die Ärmel aufgekrempelt - und das
hat sich bezahlt gemacht", betonten heute, Dienstag, die Präsidenten
der Sozialpartner, in einer gemeinsamen Aussendung.

Dank zweier Konjunktur- und Arbeitsmarktpakete sowie wichtiger
Maßnahmen insbesondere auch für die kleinen und mittleren Betriebe,
wurden sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber die richtigen
Antworten auf die aktuellsten Probleme gefunden. "Der Frieden und die
Stabilität des Landes wurden gewahrt. Nichtsdestotrotz gilt es auch
2010 weiter anzupacken. Denn nur so werden wir es schaffen, unsere
Finanzen zu konsolidieren. Außerdem wird der Erfolgsdruck in
Bereichen wie der Verwaltungs- und der Bildungsreform immer größer.
2010 muss auch hier ein Jahr der Entscheidungen werden", so
WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Denn im Rahmen der Budgetsanierung
dürfe auf wichtige Zukunftsausgaben im Interesse des Standortes nicht
verzichtet werden, "alles andere wäre fahrlässig"."

Die Sozialpartner hätten jedenfalls aus der Krise wichtige Lehren
gezogen: "Wir haben im Herbst 2009 beim Bad Ischler Dialog 15
wichtige Punkte zur Regulierung der Finanzmärkte und zur Verhinderung
künftiger Krisen festgelegt", betont ÖGB-Präsident Erich Foglar zu
Aktivitäten der Sozialpartner. "Die Finanzmärkte brauchen strenge
Regeln, strenge Kontrollen und auch Sanktionen bei Verstößen. Wir
brauchen dafür EU-weit gültige Regelungen, bessere
Kontrollmechanismen und besseren Schutz für die KonsumentInnen bei
Finanzprodukten", so Foglar.

In Hinblick auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt werde 2010
jedenfalls mit noch keiner Entspannung gerechnet. "Solange die
Arbeitslosigkeit weiter steigt, kann man nicht von einer Entspannung
oder Überwindung der Krise sprechen. Um zu einem Wendepunkt zu
gelangen, sind eine Arbeitsmarkt- und eine Bildungsoffensive
unumgänglich", forderte AK-Präsident Herbert Tumpel. Denn nur so
könnten zielgerichtete Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen
dafür sorgen, dass die Menschen schnell wieder gute Arbeitsplätze
finden. Auch die Verdopplung des Angebots der Neuen Mittelschule und
der Ausbau der Ganztagsschulplätze werden sowohl bildungs- wie auch
arbeitsmarktpolitische Akzente setzen, so Tumpel, der
Chancengleichheit und mehr Aufstiegschancen für Frauen im Beruf als
wichtige Ziele definiert.

Für die Landwirtschaftskammer warnt Präsident Gerhard Wlodkowski
davor, die konjunkturstützenden Massnahmen zu früh auslaufen zu
lassen: "Wir alle, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Bauern werden noch
Wachstumsimpulse brauchen, um die negativen Auswirkungen der
Wirtschaftskrise so gut wie möglich einzudämmen." (us)

Rückfragehinweis:

ÖGB-Referat für Öffentlichkeitsarbeit
   Nani Kauer
   Tel. (+43-1) 53444/222
   Handy: 0664/6145915
   
   Wirtschaftskammer Österreich,
   Stabsabteilung Presse, 
   Mag. Rupert Haberson,
   Tel.: (+43) 05 90 900-4362, 
   
   AK Wien Kommunikation, 
   Wolfgang Mitterlehner,
   Tel.: (+43-1) 501 65-2631, 
   
   Landwirtschaftskammer Österreich,
   Dr. Josef Siffert,
   Tel. (+43-1) 53441-8521

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/240

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