• 04.01.2010, 20:27:27
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Neues Volksblatt: "Florianiprinzip" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 5. Jänner 2010

Linz (OTS) - Wenn dem oberösterreichischen Landeshauptmann und
ÖVP-Obmann Josef Pühringer in der Bundespolitik etwas nicht passt,
wie zum Beispiel das Nein des ÖVP-Wissenschaftsministers Johannes
Hahn, dann sagt er das. Klipp und klar, ohne Rücksicht auf die
Parteizugehörigkeit.
Wenn den oberösterreichischen SPÖ-Granden in der Bundespolitik etwas
nicht passt, wie die Benachteiligung Oberösterreichs bei den
Schulversuchen durch die SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied,
dann schimpfen sie auch - aber nicht auf die zuständige SPÖ-
Ministerin, sondern auf den ÖVP-Finanzminister.
Logisch ist das nicht, und mutig schon gar nicht. Und genau so
unverständlich wie die Schützenhilfe der oö. Genossen für den
burgenländischen SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl, der sich mit Händen
und Füßen gegen eine Erstaufnahmestelle für Asylwerber wehrt, weil er
meint, er müsse im Landtags(ausländer)wahlkampf die Blauen rechts
überholen.
Die Forderung des oö. SPÖ-Chefs Josef Ackerl, das Auffanglager nicht
im roten Burgenland sondern im orangen Kärnten einzurichten, ist
Beihilfe zum Florianiprinzip: Verschon mein Haus vor Ausländern,
steck sie ins Haus des Nachbarn!
Solidarität - was ist das?

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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