Kärntens Verkehrsbilanz wurde wesentlich verbessert

LH Dörfler: Mit 40 Toten den niedrigsten Stand erreicht - Künftiger Schwerpunkt: Sicherheit für Kinder und Ältere als Fußgänger

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Verkehrsunfallbilanz Kärntens konnte in den letzten Jahren stark verbessert werden. Bis dato gab es in diesem Jahr 40 Verkehrstote, 2007 gab es noch 58 Verkehrstote, 1976 waren es überhaupt 164. Diese Zahlen und Details präsentierte heute, Mittwoch, Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Polizeioberstleutnant Hans Peter Mailänder. Mit bislang 40 Verkehrstoten könnte heuer die relativ beste Bilanz in der Verkehrsgeschichte gezogen werden. Wie der Landeshauptmann betonte, sei es damit gelungen, viel erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit umzusetzen.

Die meisten Verkehrstoten gab es auf Bundesstraßen (17), gefolgt von Gemeindestraßen (11), Landesstraßen (8) und Autobahnen (3). Einen Toten gab es auf einem Bahnübergang. Nach Altergruppen betrachtet fallen die Gruppen der über 60jährigen (15) und der unter 30jährigen (14) ins Gewicht. Interessant ist auch ein Blick auf die Bezirke bzw. Städte: in Klagenfurt zählte man neun Tote, in Villach keinen einzigen. Die meisten Toten verzeichneten die Bezirke Villach Land (6) und Spittal, die "sichersten" Bezirke sind Feldkirchen und St. Veit (jeweils 2). Besonders dramatisch: Tödliche Fußgängerunfälle gab es insgesamt neun. Auffallend dabei sind die Monate Feber (3), September (2) und November (2).

Wie Dörfler betonte, werden alle Ergebnisse analysiert, um daraus die entsprechenden Sicherheitsaufgaben ableiten zu können. Im kommenden Jahr werde ein großer Schwerpunkt auf das Thema Fußgänger und Sicherheit gelegt, insbesondere bezüglich ältere Menschen und Jugendliche. Derzeit bereits würden viele Aktionen zur besseren Sichtbarkeit gesetzt, machte der Landeshauptmann auf die Aktion "Sichtbar sicher" und viele Initiativen in Kindergärten, für Senioren, aber auch für Firmenmitarbeiter, aufmerksam. Man wolle nun alles unternehmen, um die Fußgängersicherheit zu heben.

Einen großen Erfolg habe es auch im Bereich der Motorradfahrer gegeben, hier habe man wichtige Sicherheitsaspekte, wie beispielsweise neue Leitschienensysteme auf der B 99 (im Liesertal) oder optische Markierungen, gesetzt. Dörfer wies weiters darauf hin, dass die LKW-Fahrer sehr massiv kontrolliert werden, sowohl bezüglich der Verkehrssicherheit - auch auf den eigens geschaffenen Kontrollplätzen - als auch in punkto Arbeitnehmerschutz.

Oberstleutnant Mailänder wies auf das steigende Alkoholproblem im Straßenverkehr hin. So haben die Alkoholdelikte bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden von 3.428 im Vorjahr auf 4.071 zugenommen. Zwar gebe es eine erhöhte Kontrolldichte, dennoch seien viele Autofahrer unbelehrbar, so Mailänder. Der Hauptgrund für Unfälle sei jedoch nicht der Alkoholeinfluss, sondern die nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit. Hier gebe es vermehrt Abstandsmessungen per Video und dadurch auch eine sofortige Bestrafung. Die Unfallhäufigkeit im Ehrentalerberg Tunnel (Nordumfahrung Klagenfurt) sei durch die Section Control stark reduziert worden, wurde ebenfalls festgestellt.

Wie Dörfler und Mailänder sagten, sei durch das abgestimmte Verkehrssicherheitsprogramm zwischen dem Land, Exekutive, Kuratorium für Verkehrssicherheit sowie den Automobilclubs sehr viel Positives erreicht worden.

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