- 21.12.2009, 11:30:46
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LH Dörfler: Kärntner Infrastrukturoffensive vertraglich fixiert
Wichtiger Motor für heimische Bauwirtschaft - Minimundus erhält eigene Eisenbahnhaltestelle
Klagenfurt (OTS/LPD) - Nun ist es fix. In den nächsten fünf Jahren
fließen über 94 Millionen Euro in Bahn-Infrastrukturmaßnahmen in
Kärnten. Wie Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler heute,
Montag, bekannt gab, konnte nach langwierigen und zähen Verhandlungen
eine Einigung mit Infrastrukturministerin Doris Bures erzielt werden,
die bereits vertraglich zwischen dem Land Kärnten und dem
Infrastrukturministerium unterzeichnet wurde.
"Kärnten konnte sich bei diesen Gesprächen als klarer Gewinner
durchsetzen. Wir haben zu den von Bures angebotenen 41,57 Millionen
Euro noch zusätzlich 52,9 Millionen Euro hineinreklamieren können",
zeigte sich Dörfler mehr als erfreut. Nun steht dem Baubeginn im
nächsten Jahrn nichts mehr im Wege.
Ein ganz wichtiger Schwerpunkt der Infrastrukturoffensive ist die
Errichtung eines eigenen Bahnhofes Wörthersee, Haltestelle
Minimundus. "Durch seine Errichtung wird der Stadtteil St. Martin
besonders gestärkt und die Universität bekommt eine direkte Anbindung
an das österreichische Schienennetz", so Dörfler. Mit dem Baut werde
zudem ein entscheidender Schritt in die zukünftige Errichtung eines
Schnellbahnnetzes im Zentralraum Kärnten gelegt.
Für die Stadt Klagenfurt bedeute die eigene Anbindung neben einer
besseren Anbindung an die Universität auch eine Aufwertung des
Klagenfurter Freizeitverkehrs sowie der zahlreichen Ausflugsziele vor
Ort. "Der Tourismus in diesem Teil des Wörthersees erfährt eine
wichtige Belebung", unterstrich Dörfler. Außerdem werde für die
unzähligen Pendler in die Stadt mit der Anbindung an die bereits
bestehende Park & Ride Anlage ein zusätzlicher Anreiz geschaffen,
dieses Service zu nutzen. In die Errichtung der Haltestelle
Minimundus fließen vier Millionen Euro.
Folgende Projekte sollen in den nächsten Jahren ebenfalls
umgesetzt werden: die Umbauten der Bahnhöfe in Rosenbach (11,1 Mio.
Euro), Paternion-Feistritz (2,7 Mio. Euro plus 0,25 Mio. Euro für
Park and Ride), Gummern (5,9 Mio. Euro), Möllbrücke-Sachsenburg (1,2
Mio. Euro), Steinfeld im Drautal (1,2 Mio. Euro) und Feldkirchen (0,1
Mio. Euro) sowie der Haltestellen in Irschen (0,4 Mio. Euro) und Puch
(0,1 Mio. Euro).
11.3 Millionen Euro werden in vier neue Straßenunterführungen in
Gummern, Puch, Weissenstein und Lansach investiert. Dadurch können
sieben Eisenbahnkreuzungen aufgelassen werden. "Das bringt mehr
Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer und weniger Wartezeiten an den
Bahnschranken", betonte Dörfler. Um 7,3 Millionen Euro werden
Gleisanlagen und Brücken saniert, darunter sind auch die beiden
Draubrücken in Villach. Umgebaut wird außerdem die Eisenbahnkreuzung
in Steindorf am Ossiachersee (20.000 Euro). Eine Fertigstellung soll
bis Ende des Jahres 2012 erfolgen.
Zudem fließen 5,5 Millionen Euro in den Umbau des Bahnhofs
Spittal-Millstättersee, 1,4 Mio. Euro in den Umbau des Bahnhofs St.
Veit und 7,5 Mio. Euro in die Errichtung eines Technikgebäudes für
die Betriebsfernsteuerzentrale am Bahnhof Villach. Diese Maßnahmen
sollen alle bis zum Jahr 2014 fertig gestellt sein.
"All diese Baumaßnahmen stärken gerade in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten Kärntens Bauwirtschaft und unterstützen den
Arbeitsmarkt als wichtiger Motor. Zudem wird hier in die
Verkehrssicherheit und Qualität investiert", stellte der
Verkehrsrefertent fest. Er verwies auch darauf, dass im Zuge der
Infrastrukturoffensive mehrere Bahnhöfe und Haltestellen barrierefrei
gemacht und behindertenfreundlich ausgebaut werden.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
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