• 21.12.2009, 10:00:11
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  • OTS0037 OTW0037

via donau: Hochwasserschutz an der March bis 2011 sicher gestellt

Wien (OTS) - Entlang der March und unteren Thaya werden derzeit
knapp 68 km Hochwasserschutzdamm saniert. Infrastrukturministerin
Dors Bures: Wir wollen rasch größtmöglichen Schutz der Bevölkerung in
den von Hochwässern bedrohten Gebieten erreichen." Mehr als 50 % der
Dämme sind bereits saniert bzw. befinden sich derzeit in Sanierung.
Das Projekt "Hochwasserschutz March" schafft dadurch mehr Sicherheit
für über 7.000 Menschen in zehn Gemeinden. Ökologische Maßnahmen
begleiten das Projekt zum Schutz des sensiblen und wertvollen
Augebietes.

Ein siebenjährliches Hochwasser stellte im März 2009 den derzeit
in Sanierung befindlichen Damm an der March auf eine neuerliche
Belastungsprobe. Immerhin war dies das erste stärkere Hochwasser nach
dem Katastrophenjahr 2006. DI Stefan Scheuringer, Projektleiter
"Hochwasserschutz March" bei via donau zieht Ende des Jahres 2009
gemeinsam mit den Gemeinden und Wasserverbänden eine positive Bilanz:
"Die vom Jahrhunderthochwasser am stärksten betroffenen Gemeinden,
beispielsweise Dürnkrut oder Angern, profitierten als erste von den
derzeit laufenden Sanierungsmaßnahmen. Die Zusammenarbeit mit den
örtlichen Behörden und u.a. der Freiwilligen Feuerwehr funktionierte
hervorragend."
Die Sanierung des Dammes nach neuesten technischen Standards ist
derzeit bereits über 13,1 km (19,3%) umgesetzt. 26,5 km (39,1%) des
Dammes befinden sich in Bau und 28,2 km (41,6%) sind in der
Planungsphase.

Infrastrukturministerin Doris Bures begrüßt ebenfalls die
Dammsanierungsmaßnahmen an der March: "Wir wollen rasch
größtmöglichen Schutz der Bevölkerung in den Hochwässern bedrohten
Gebieten erreichen und haben dafür in Summe 122 Millionen Euro
budgetiert."

Von Marchegg bis Rabensburg - entlang der Grenze zur Slowakischen
bzw. Tschechischen Republik - wird der Hochwasserschutzdamm von via
donau bis 2011 generalsaniert. Bis 2012 soll das gesamte Projekt
abgeschlossen sein. via donau wurde von den zuständigen
Wasserverbänden mit dem Projektmanagement der Dammsanierung
beauftragt. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie (bmvit) finanziert das Projekt. Bauherren sind der
Wasserverband für den Marchhochwasserschutzdamm Marchegg-Zwerndorf
und der Wasserverband für den March-Thaya-Hochwasserschutzdamm
Angern-Bernhardsthal

Sanierung nach neuesten technischen Standards

Ziel der Sanierung der Hochwasserschutzanlagen an der March ist
es, den Damm durchgehend auf ein 100-jährliches Hochwasserereignis
auszubauen. Zusätzlich sieht das Schutzniveau eine Sicherheitshöhe -
das sogenannte Freibord - von mindestens 70 cm vor. Die Dammhöhe
wurde in den Grenzgewässer-kommissionen mit den Nachbarstaaten
Slowakische und Tschechische Republik vereinbart.

Bei der erdbautechnischen Sanierung des Dammes wird der bestehende
Damm abgetragen, lagenweise neu aufgebaut und verdichtet. Die
vorgeschriebene Verdichtung wird dabei laufend von unabhängigen
Gutachtern geprüft. Eine Schmalwand als Dichtelement verhindert
zukünftig die Durchsickerung des Dammes. Schottersäulen schützen den
Damm vor einem Grundbruch durch die Auftriebskraft des Grundwassers.
Mit diesen durchgeführten Dammsanierungsmaßnahmen können die Dämme
einem etwaigen Hochwasser zuverlässig standhalten. Das Grundwasser
kann jedoch wie bisher den Auwald und die Feuchtgebiete erreichen.
Zusätzlich wird entlang des gesamten sanierten Dammes ein Begleitweg
errichtet. Im Hochwasserfall können Einsatzkräfte die
Hochwasserschutzanlagen über diesen Dammverteidigungsweg gut
befahren. Dadurch ist eine Überwachung und Sicherung der
Hochwasserschutzanlage, die sogenannte Dammverteidigung, effizient
möglich.

Ökologische Aspekte schützen March-Thaya-Auen

Alle Baumaßnahmen finden unter größtmöglicher Schonung der Umwelt
statt. Die Bauzeitpläne der einzelnen Abschnitte wurden auf die
seltenen Brut- und Wasservögel in der Region abgestimmt.
Amphibienschutzzäune grenzen die Baustellen ab und schützen
Kleintiere vor den laufenden Bauarbeiten. Für die kleinflächig
notwendigen Rodungsarbeiten sind Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen.
Abzäunungen schützen den angrenzenden Waldbestand vor einer
Schädigung. Erforderliche Flächenbeanspruchungen werden durch die
Schaffung gleichwertiger ökologischer Flächen ausgeglichen. Die
Begrünung des fertigen Dammes erfolgt mit dem vorhandenen
Humusmaterial und speziellem Trockenrasen-Saatgut.

Kontakt vor Ort

Für Fragen aus der Bevölkerung errichtete via donau am Standort
Angern das Baubüro "Sanierung Hochwasserschutz March". Offene Fragen
können jederzeit telefonisch oder persönlich vor Ort mit der
Projektleitung DI Stefan Scheuringer oder der Standortleitung Ing.
Helmut Weiser geklärt werden: Johann Rosskopf-Gasse 17, 2261
Angern/March, Tel +43 50 4321 7004, [email protected]

Mehr Infos zum Projekt finden Sie auf www.hochwasserschutz-march.at

Rückfragehinweis:

via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
   Mag.a Anita Stix
   1220 Wien, Donau-City-Straße 1
   Tel: +43 50 4321 1408
   [email protected] 
   www.via-donau.org, www.hochwasserschutz-march.at

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