• 21.12.2009, 09:05:45
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Spenden einmal anders: Das Spendenparlament hilft gegen Armut durch Spenden mit Stimmrecht

Ein "Hohes Haus der Hilfe" und ein "Mutmacher Forum": "Mir ist nicht egal wie es Menschen neben mir geht"

Wien (OTS) - "Spenden einmal anders", dazu ruft Sozialexperte
Martin Schenk vom Wiener Spendenparlament zu Weihnachten auf. "Das
Spendenparlament ist eine soziale Initiative, in der sich Bürgerinnen
und Bürger für Menschen in Not engagieren" erklärt Schenk. Das
Besondere am Wiener Spendenparlament ist: Wer mindestens im Jahr 75
Euro spendet, erwirbt einen Sitz im Spendenparlament. In jährlichen
Versammlungen wird gemeinsam diskutiert und abgestimmt, welche
sozialen Initiativen wie viel Geld bekommen sollen. Dieses in
Österreich bisher einzigartige Projekt sammelt "Stimmen gegen Armut"
durch "Spenden mit Stimmrecht"

"Es hat mich sehr beeindruckt, wie viel Engagement und Phantasie
die einzelnen Sozialinitiativen aufwenden, um Menschen aufzufangen,
zu ermutigen und zu begleiten". Renate Schütz arbeitet ehrenamtlich
beim Wiener Spendenparlament. Frau Schütz ist seit Gründung des
Spendenparlaments mit dabei: "Mir ist es nicht egal, wie es Menschen
neben mir geht. Durch meine Arbeit habe ich selbst ein Gefühl der
Nähe für soziale Fragen entwickelt", erzählt Schütz. "Das
Spendenparlament ist ein Mutmacher-Forum", fasst sie ihre Erfahrungen
zusammen.

Gemeinsamer Nenner aller Projekte, die zur Abstimmung zugelassen
werden, ist die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter
Menschen. In der letzten Parlamentssitzung 2009 wurden Projekte zur
Hilfe Erwerbsarbeitsloser, für Integration, für armutsbetroffene
Kinder und Wohnungslose unterstützt.

Förderung von Demokratie und sozialem Lernen

Unter den SpendenparlamentariererInnen engagieren sich jedes Jahr
auch SchulerInnen imRahmen einer Projektarbeit für Menschen in Not.
"Wir haben 75 Euro gesammelt, uns mit den Sozialprojekten vertraut
gemacht, in der Klasse diskutiert und abgestimmt", erzählt Katharina
aus der 4b am Gymnasium Schuhmeierplatz. Auch in der HBLA
Reumannplatz und an der Hauptschule Kinkplatz haben sich die jungen
Leute mit sozialen Fragen in ihren Klassen auseinandergesetzt. Die
SchülerInnen haben sich mit der Situation Arbeitssuchender, mit
Frauenarmut oder mit dem Leben von Jugendlichen auf der Flucht
auseinandergesetzt. Der Tenor der SchülerInnen ist einhellig positiv.
"Wir konnten selbstständig und engagiert für soziale Fragen eintreten
und dabei noch mitbestimen. Das war toll." erklärt eine Schülerin aus
der HLW 10.

Positives Ergebnis der Arbeit des Wiener Spendenparlaments: Seit
der Gründung wurden rund 165 000 Euro an über 50 Projekte für
Menschen in Not vergeben.

Das Spendenparlament wird unterstützt durch die ARMUTSKONFERENZ.

Rückfragehinweis:
0664/ 544 55 54
Koordinationsbüro (Projektanträge und Spenden): 01/4026944
www.spendenparlament.at

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