- 20.12.2009, 11:42:09
- /
- OTS0028 OTW0028
Grüne Wirtschaft: Kleinkarierte Klientelpolitik verantwortlich für Kopenhagen-Desaster
Volker Plass: "Klimaschutz ist keine Belastung, sondern Chance!"
Wien (OTS) - "Das bedrückende Nicht-Ergebnis von Kopenhagen ist
Resultat der kleinkarierten Klientelpolitik der mächtigen Akteure
unserer Welt. Anstatt gemeinsam die drohende Katastrophe abzuwenden,
kommen die Regierungen der Industriestaaten über Eigennutz und
kurzsichtiges Taktieren nicht hinaus", meint Volker Plass,
Bundessprecher der Grünen Wirtschaft.
Auch die Performance der österreichischen Bundesregierung in
Kopenhagen sei dank Lobbyismus durch Wirtschaftskammer und
Industriellenvereinigung kein Ruhmesblatt gewesen: "Wir fordern
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl daher vehement auf,
angesichts des Desasters von Kopenhagen umzudenken und sich in
Hinkunft tatkräftig für die Ökologisierung unserer Wirtschaft
einzusetzen, anstatt weiterhin nur die Interessen der Großindustrie
zu vertreten und Klimaschutz zu verhindern", unterstreicht Plass.
Klimaschutz und der Umstieg auf erneuerbare Energie dürften nicht
länger als Belastung verstanden werden, die möglichst gerecht
verteilt werden muss, sondern als einzigartige Chance: "Wenn es uns
in den kommenden Jahrzehnten gelingt, unsere Energieversorgung zu 100
Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen, schaffen wir
Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit, Arbeitsplätze mit inländischer
Wertschöpfung und lösen die Klimaschutzaufgaben nebenbei", erläutert
Plass.
Die Bedingungen für umweltorientierte und innovative Betriebe müssten
nun rasch verbessert werden, um Arbeitsplätze zu sichern,
Energieversorgungssicherheit herzustellen, die Ökologisierung der
Märkte voranzutreiben und positive Modelle für klimafreundliches
Wirtschaften zu schaffen, meint Plass. Daher brauche Österreich
dringend steuerliche und bürokratische Entlastungen für die vielen
ökologisch arbeitenden Klein- und Mittel-Unternehmen, ein wirksames
Ökostromgesetz mit ernstzunehmenden Förderungen für erneuerbare
Energien und Klimaschutz-Maßnahmen im betrieblichen Bereich.
"Die ÖVP-Wirtschaftsbund-Führung der WKÖ ist in allen diesen
Bereichen mehr als säumig oder blockiert sinnvolle Maßnahmen. Nach
dem Scheitern von Kopenhagen kommt es jetzt mehr denn je auf jeden
einzelnen Beitrag an", betont Plass abschließend.
Klima-Appell der Grünen Wirtschaft an WKÖ-Präsident Christoph Leitl:
http://www.gruenewirtschaft.at/klima-appell
Rückfragehinweis:
Volker Plass, Tel. 0676 / 303 22 60
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DGW






