• 18.12.2009, 12:21:18
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ÖBB-Nachhaltigkeit: ökonomisch, ökologisch und sozial

? Zweiter Nachhaltigkeitsbericht des ÖBB-Konzerns beleuchtet Aspekte einer klimafreundlichen Mobilität ? ÖBB-Bahnverkehr erspart Österreich bis zu 3,4 Mio Tonnen CO2

Wien (OTS) - Die ÖBB wollen bis 2015 eines der nachhaltigsten
Mobilitätsunternehmen Europas sein. Denn der Erfolg eines
Unternehmens kann heute nicht mehr nur unter rein ökonomischen
Aspekten gesehen werden. Die ÖBB sind Österreichs größter
Mobilitätsanbieter und einer der größten Arbeitgeber - und sind sich
der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst. Alle zwei Jahre
präsentieren die ÖBB den Nachhaltigkeitsbericht und binden dazu viele
ihrer Partner ein - unter anderem auch das Umweltbundesamt, das die
CO2-Bilanz errechnet. Der Nachhaltigkeitsbericht ist nur ein Teil des
Beitrages, den die ÖBB leisten. Die Bandbreite reicht von
Arbeitsplätzen, Impulsen für den Wirtschaftsstandort Österreich, über
Lehrlingsausbildung, Barrierefreiheit und Kundenbindungsprogrammen
bis hin zu Energiespartrainings bei Lokführern und Buslenkern. Der
ÖBB-Bahnverkehr erspart Österreich jährlich bis zu 3,4 Mio Tonnen
CO2. Würden die ÖBB-Bahnverkehrsleistungen nämlich ersatzweise nur
mit Pkw und Lkw durchgeführt werden, so hätte das einen massiven
Anstieg der CO2-Emissionen zur Folge. So gesehen kann das Zielnetz
der ÖBB, mit dem 30% mehr Fahrgäste erreicht werden, zusätzlich für
weitere CO2-Einsparungen von etwa 1. Mio Tonnen CO2 sorgen.***

Zweiter Nachhaltigkeitsbericht
Der zweite Nachhaltigkeitsbericht zeigt klar: die ÖBB sind der
klimafreundlichste Mobilitätsanbieter Österreichs und hängen ihre
größten Konkurrenten - Straße und Flugzeug - in der Klimabilanz
deutlich ab. Nachhaltig zeigen sich die ÖBB aber auch als
Wirtschaftsmotor und in ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft
und MitarbeiterInnen.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2008 wurde nach den Indikatoren der Global
Reporting Initiative (GRI) im Anwendungsniveau "G3" erstellt. Die GRI
wurde 1997 mit dem Ziel gegründet, einen weltweit anerkannten
Leitfaden für die freiwillige Berichterstattung über ökonomische,
ökologische und soziale Aktivitäten von Organisationen und
Unternehmen zu entwickeln. Durch diesen Standard ist eine
Vergleichbarkeit von Unternehmen gegeben.

Aus ökonomischer Sicht sind steigende Reisendenzahlen und höhere
Tonnagen wichtig. "Uns geht es aber auch darum, die Menschen für
klimafreundliche Mobilität und entsprechendes Verhalten zu
begeistern", so ÖBB-Vorstandssprecher Klugar. Zielgruppengerechte
Angebote wie die Seniorenaktion oder das Sommer- und Jugendticket
waren 2008 ein voller Erfolg. 2008 konnten auch um 19% mehr
VORTEILScard-KundInnen gewonnen werden.

Klimafreundliche Mobilität belebt die Wirtschaft
Rund 3 Mrd. EUR investieren die ÖBB jährlich. "Die Leistungen
reichen von der Modernisierung des Bestandnetzes, über
Jahrhundertprojekte wie den Bau des Hauptbahnhofs Wien, bis hin zur
modernsten Flotte mit railjet-Garnituren und barrierefreien
Nahverkehrszügen," zeigt Gabriele Lutter, Vorstandssprecherin der
ÖBB-Personenverkehr AG.

Diese Mittel tragen vor allem in der derzeitigen Krise maßgeblich zur
Arbeitsplatzsicherung bei. Die jährlichen Infrastruktur-Investitionen
von mehr als 2,3 Mrd. Euro sichern rund 40.000 Arbeitsplätze in
Österreich.

Die ÖBB sind der klimafreundlichste Mobilitätsanbieter Österreichs
Seit Jahrzehnten zählt die Bahn zu den umweltfreundlichsten
Verkehrsmitteln. Gerade jetzt - in Zeiten des Klimawandels und der
Klimadiskussionen hat die Bahn eine große Zukunft. Einige Fakten dazu
(Werte 2008):

? 9x bessere CO2-Werte im Personenverkehr im Vergleich zum PKW (in
g/Pkm)
? 15x bessere CO2-Werte im Güterverkehr im Vergleich zum LKW (in
g/Tkm)
? auch der Busverkehr hat geringere CO2-Werte wie der
Individualverkehr
? ÖBB betreiben 8 eigene Wasserkraftwerke
? 2008 kamen rund 92% des Bahnstroms aus erneuerbarer Energie - da
haben wir uns wieder verbessert

"Das heißt: jede beförderte Person und Tonne mit der Bahn ist ein
Gewinn für die Umwelt," betont Friedrich Macher, Vorstandssprecher
der Güterverkehrstochter der ÖBB, Rail Cargo Austria. "Im
CO2-Vergleich zum LKW ist der Gütertransport mit der Bahn kaum zu
schlagen. Jede Tonne transportiert mit der Bahn verursacht rd. 15x
weniger an klimaschädlichen CO2-Emissionen."

In diesem Zusammenhang wurde im Juni 2009 die ÖBB-Klimaschutzcharta
veröffentlicht. Die Klimaschutzcharta zeigt auf, welche
Hauptansatzpunkte der ÖBB-Konzern in Angriff nehmen wird, um die
Klimathematik nachhaltig zu verbessern. Bereitstellung nachhaltiger
Mobilität, noch effizienteres Mobilitätsmanagement, Optimierung der
Energieeffizienz, noch mehr ökologische Produkte beim Einkauf,
Forcierung alternativer Energien und Bewusstseinsbildung sind die
Schwerpunkte dieser Charta.

Saubere Energie für die Bahn
Die Österreichischen Bundesbahnen verbrauchen jährlich etwa gleich
viel Strom wie das Bundesland Vorarlberg, nämlich rd. 2.000 GWh. Der
Bahnstrom selbst stammt zu 92 % aus erneuerbarer Energie wie
Wasserkraft. Ein Drittel davon wird in den ÖBB-eigenen
Wasserkraftwerken erzeugt, der Rest wird von vier
Partner-Wasserkraftwerken (25 %) geliefert bzw. aus dem öffentlichen
Strom-Netz (42 %) zugekauft. Es ist geplant, die Kapazitäten der
ÖBB-eigenen Kraftwerke bis 2016 um rund ein Viertel auszubauen.

Mit dieser Energie transportieren die ÖBB jeden Österreicher pro Jahr
durchschnittlich 3.000 Kilometer weit.

ÖBB-Mobilität noch energieeffizienter
Um Bahn und Bus noch umweltfreundlicher zu machen, setzen die ÖBB,
zusammen mit Partnern wie dem Lebensministerium, auf den Menschen und
die Technik. Im Rahmen eines österreichweiten Programms wurden alle
Busfahrer und auch die Lokführer auf eine energiesparende Fahrweise
geschult. Ähnlich wie beim Auto beeinflusst der Fahrstil der
Lokführer den Energieverbrauch sehr stark. Österreichweit spart das
in Zukunft jährlich 62 GWh Strom, was dem Verbrauch von 13.000
Haushalten entspricht.

Moderne Loks wie die Taurus oder der Triebwagen Talent können
zusätzlich beim Bremsen die Bewegungsenergie wieder in das Stromnetz
zurückspeisen. Das spart 15 % der Energie, die für den Antrieb der
Züge gebraucht wird.

Aus- und Weiterbildung im ÖBB Konzern
Im Personalmanagement gehen die ÖBB seit Jahren völlig neue Wege: das
Aus- und Weiterbildungssystem wurde komplett neu aufgestellt.

Eine spezielle Verantwortung nehmen die ÖBB für ihre rund 1.800
Lehrlinge wahr, die derzeit in 18 verschiedenen Lehrberufen
ausgebildet werden. Die ÖBB sind damit der zweitgrößte
Lehrlingsausbildner Österreichs.

Gleichberechtigung
Seit 2005 setzen die ÖBB mit einem Frauenschwerpunkt neue Akzente in
der Personalentwicklung. Programme, die speziell auf Frauen bei den
ÖBB zugeschnitten sind, sollen die Mitarbeiterinnen bei Ihrer
Karriereplanung unterstützen und die Etablierung von Frauennetzwerken
fördern.

Die ÖBB wenden sich auch im Rahmen ihrer Lehrlingssuche mit großem
Erfolg speziell an Mädchen - mit dem Ergebnis, dass der Frauenanteil
bei den Lehrlingen derzeit mehr als doppelt so hoch wie im
Konzerndurchschnitt ist. Bis zum Jahr 2010 möchten die ÖBB den
Frauenanteil auf insgesamt 10 Prozent erhöhen.

Spezielles Augenmerk wird auf die Positionierung von Frauen in
Führungsrollen gelegt. Derzeit sind bei den ÖBB 44 weibliche
Führungskräfte beschäftigt, im Jahr 2010 sollen es schon 100 Frauen
sein.

Barrierefreiheit
Der ÖBB-Konzern engagiert sich aber auch zum Thema Barrierefreiheit.
Ein eigener ÖBB-Konzernkoordinator koordiniert Investitionen zum
Thema Barrierefreiheit im Personennah- und Fernverkehr und im
Infrastruktur-Bereich. Bis 2015 werden alle Bahnhöfe mit über 2.000
Kunden pro Tag und der jeweils wichtigste Bahnhof jeder
Bezirkshauptstadt in Österreich barrierefrei ausgestattet - also mit
Rampen, Liften, Blindenleitsystemen, absenkbaren Pulten an
Informationsschaltern und Rollstuhlhebeliften.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweis:
Alfred Ruhaltinger
Konzernkommunikation, ÖBB-Holding AG
Tel.: +43 1 93000 44279
mailto:[email protected]

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