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Neues Volksblatt: "Klimaschänder" (Von Manfred Maurer)
Ausgabe vom 18. Dezember 2009
Linz (OTS) - Industrieländer versus Entwicklungs- und
Schwellenländer. Beim Klimagipfel sitzt die Erste Welt auf der
Anklagebank. Stimmt ja auch, dass die Reichen das globale Klima am
meisten vergiftet haben. Also gilt die Sympathie umweltbewegter
Demonstranten in Kopenhagen eher Leuten wie dem linksrevolutionären
Venezolaner Hugo Chavez, der den Klimakonferenzlern ein herzliches
"Nieder mit dem mit der imperlialistischen Diktatur" entgegen
geschleudert hat. Das half zwar auch nicht weiter, unterstrich aber
eindrucksvoll die Forderung nach mehr Geld der "Imperialisten" für
den Klimaschutz in der Dritten Welt.
Bevor die 100 Milliarden rübergeschoben werden, wird es jedoch
unerlässlich sein, diese Länder kritisch unter die Lupe zu nehmen.
Denn schlechte Regierungsführung geht in der Regel einher mit
Ressourcenvergeudung. Regierungen, die aberwitzige Milliardenbeträge
für Aufrüstung ausgeben können, sollten auch genug Geld für
Klimaschutzmaßmahmen haben. Die vielen regionalen Konflikte, in denen
irgendwelche Diktatoren egomanisch motivierte Machtspielchen treiben,
verschlingen nicht nur enorme Ressourcen, sondern bedeuten auch eine
Schändung des Klimas.
Es wäre daher schon ein Beitrag zum Klimaschutz, würden Großmäuler
wie Chavez einmal die Luft anhielten.
Rückfragehinweis:
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