- 17.12.2009, 12:46:57
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Med-Uni Innsbruck vor großen Versorgungsengpässen?
Rektor will ausverhandelten Kollektivvertrag nicht unterzeichnen - Spitalsärzte vor den Kopf gestoßen - Überforderung führt ins Chaos
Wien (OTS) - Die Bundeskurie Angestellte Ärzte befürchtet größere
Versorgungsengpässe an der Universitätsklinik Innsbruck. Wie der
Bundeschef der Angestellten Ärzte und Vizepräsident der
Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer, heute in einer
Aussendung mitteilte, sei der neue Kollektivvertrag für die
Klinikärzte der Medizinuni Innsbruck noch immer nicht unterzeichnet.
"Damit ist ab Anfang nächsten Jahres mit gröberen
Organisationsschwierigkeiten zu rechnen, da ein ordnungsgemäßer
Dienst des Klinikpersonals zeitmäßig nicht mehr abgedeckt ist.
Insbesondere muss mit speziellen Modellen Raum für Lehr-
Forschungstätigkeit geschaffen werden", so Mayer.
Diese bedenkliche Situation sei auf eine "Entscheidungsschwäche" des
erst jüngst bestellten Rektors Herbert Lochs zurückzuführen. Dieser
habe es trotz wiederholter Zusage bisher unterlassen, den bereits
zwischen der damit beauftragten Vizerektorin und den Klinikärzten
fertig ausverhandelten Kollektivvertrag zu unterfertigen. Mayer:
"Damit desavouiert der Rektor seine Stellvertreterin. Er stößt aber
auch alle Klinikärztinnen und -ärzte vor den Kopf, die darauf
vertrauen, dass Vereinbarungen auch halten."
Offensichtlich sei Lochs mit wesentlichen Teilen der Amtsführung
überfordert: "Ein Rektor muss wissen, dass Personalangelegenheiten
gerade in einem medizinischen Versorgungs-, Forschungs- und
Lehrbetrieb von höchster Priorität sind. Es ist grob fahrlässig,
sehenden Auges in ein organisatorisches Chaos zu laufen", sagte
Mayer.
Im Gegensatz zu Innsbruck sind die Kollektivverträge an den
medizinischen Universitäten in Graz und Wien bereits
unterschrieben.(ms)
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
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