- 17.12.2009, 12:09:22
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WWF protestiert gegen die Aussperrung der NGOs in Kopenhagen
Hoffnung schwindet: WWF-Vertreter schlafen im Konferenzgebäude
Wien/Kopenhagen (OTS) - Der WWF protestiert gegen die Aussperrung
der NGOs vom Bella Center, wo die Klimakonferenz in Kopenhagen
stattfindet. Nach der Arhus-Konvention, die auch Dänemark ratifiziert
hat, müssen NGOs wie der WWF in den Informationsfluss der Konferenz
eingebunden und die Teilnahme darf nicht verweigert werden. Seit
heute Donnerstag sind nur noch 300 NGO-Vertreter von mehr als 25.000,
die registriert sind, zugelassen. Viele internationale Mitarbeiter
des WWF haben deshalb die beiden letzten Nächte in den Hallen
durchgemacht oder schliefen auf dem Boden des Konferenzzentrums - aus
Angst, nicht mehr in das Gebäude zu kommen. Auch die österreichische
WWF-Delegation (Markus Niedermair, Kathrin Hebel, Franko Petri) wird
angeblich aus Sicherheitsgründen ab heute nicht mehr zugelassen. "Wir
protestieren aufs Heftigste gegen diese willkürliche Vorgangsweise
der UN", so die österreichischen WWF-Mitarbeiter.
Ab heute Donnerstag hat der WWF seine Stützpunkte in Kopenhagen auf
mehrere Orte aufgeteilt. Eines der Zentren des WWF, das Arktis-Zelt,
befindet sich in der Innenstadt von Kopenhagen. Vor dem Zelt steht
ein lebensgroßes Modell eines Eisbären, das ein Künstler für den WWF
aus einem Eisblock gehauen hatte. Er schmilzt derzeit ebenso schnell
dahin wie die Hoffnungen, dass die Verhandlungen in Kopenhagen noch
zu einem rechtsverbindlichen weltweiten Klimaschutzabkommen führen
werden. "Nun liegt es in der Hand der Staats- und Regierungschefs das
Heft in die Hand zu nehmen und das festgefahrene Verhandlungsruder
noch im letzten Moment herumzureißen", warnt WWF-Sprecher Franko
Petri.
Die österreichische WWF-Delegation übergab gestern auf der
Klimakonferenz fast 22.000 Stimmen für den weltweiten Klimaschutz an
Umweltminister Berlakovich. Anschließend wurden am Abend auf dem
Rathausplatz in der Innenstadt von Kopenhagen Millionen
Unterschriften, Bilder und Stimmen von Klimaschützern aus aller Welt,
die der WWF in den letzten Monaten gesammelt hat, an einen
Repräsentanten der Konferenz übergeben.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich (vor Ort im Bella Center in Kopenhagen), Tel. 0676-83488-231, Email: [email protected], Website: www.voteearth.at.
Pressefotos der Übergabe zum Download auf www.wwf.at/presse.
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