Grüne unterstützen Anliegen der Kindergarten-PädagogInnen

Musiol: Höchste Zeit, dass Kinderbetreuung zur Chefsache wird

Wien (OTS) - Der Dachverband der Kindergarten- und
HortpädagogInnen übergibt heute 13.500 Unterschriften an Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll. "Tausende Menschen erklärten sich solidarisch mit den Forderungen der PädagogInnen nach einer besseren Bezahlung, mehr Personal, kleinere Gruppen sowie einem Bundesrahmengesetz zur Qualitätssicherung in der Kinderbetreuung. Die Grünen unterstützen die Anliegen der PädagogInnen zu 100% und haben immer wieder auf die Verantwortung der Regierungsspitze hingewiesen", erklärt die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol.

Zwei lautstarke Demonstrationen später scheinen Faymann und Pröll erstmals die Dimension der Problematik erkannt zu haben. "Sich permanent auf die Zuständigkeit der Länder auszureden und damit jegliche Form der Qualitätssicherung für Beschäftigte und Kinder zu verhindern, wird von PädagogInnen zu Recht nicht länger hingenommen. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung für den elementaren Bildungsbereich Verantwortung übernimmt und SPÖ und ÖVP ihr Doppelspiel aufgeben, schließlich sind Faymann und Pröll auch Parteichefs. Sie sollten nicht so tun als hätten sie keinerlei Einfluss auf ihre VP und SP-Landeshauptleute", so Musiol

PädagogInnen setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen ein. Dabei gilt es zu verstehen, dass die Arbeitswelt der PädagogInnen auch die Lebenswelt von kleinen Kindern in Österreich ist und daher absolute Priorität haben muss.
Für den elementaren Bildungsbereich investiert der Bund 70 Mio. Euro jährlich für das Gratis-Kindergartenjahr und 15 Mio. für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. Angesichts der Milliarden-Beträge, die aktuell für Banken in Windeseile locker gemacht werden können, geradezu jämmerlich.

"Kanzler und Vizekanzler tun gut daran, die PädagogInnen bei der Übergabe ihrer Unterschriften nicht weiter mit leeren Versprechungen abzuspeisen, denn die Kampfeslust der KindergartenpädagogInnen ist nicht zu unterschätzen. In Deutschland mussten Kindergärten bis zu 15 Tage schließen, weil sich die ErzieherInnen in Streik befanden. Pröll und Faymann sollten Eltern in Österreich vor diesem Szenario bewahren", fordert Musiol.

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