Jugendarbeitslosigkeit mit 11.500 auf Zehnjahreshoch AK fordert Jugend-Ausbildungsgesellschaft und Investitionen

Linz (OTS) - Die Arbeitslosigkeit unter den 15 bis 24-Jährigen ist so hoch wie seit zehn Jahren nicht. Viele junge Menschen haben keine Chance auf gute Ausbildung und Berufseinstieg. "Wird nicht reagiert, drohen hohe soziale und wirtschaftliche Kosten", warnt AK-Präsident Kalliauer. Er verlangt die Gründung einer Jugend-Ausbildungsgesellschaft.

Seit über einem Jahr übersteigt die Anzahl an arbeitslosen Jugendlichen (15- bis 24-Jährige) in Oberösterreich die Grenze von 10.000 Personen. Im November 2009 waren in Summe 11.509 Jugendliche entweder arbeitslos gemeldet (5800), in Schulungsmaßnahmen (5070) oder auf der Suche nach einer Lehrstelle (639). Oberösterreich hat damit derzeit die höchste Jugendarbeitslosigkeit seit zehn Jahren.

Seit dem Vorjahr ist die Zahl der Jugendlichen auf Arbeitssuche um 2874 Personen oder ein Drittel gestiegen, die der in Schulung befindlichen ist im Vergleich zum November 2008 absolut um 1730 oder 52 Prozent gewachsen. Laut aktuellem Konjunkturbericht des WIFO ist keine Erholung auf dem Arbeitsmarkt in Sicht.

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer sieht die Gefahr einer "verlorenen Generation", die keine Möglichkeit auf eine nachhaltige Berufsausbildung hat: "Es ist höchste Zeit sämtliche Kräfte zu bündeln, um den Jugendlichen Ausbildung und Zukunftschancen zu garantieren. Sonst müssen wir mit hohen sozialen und ökonomischen Folgekosten rechnen", so Kalliauer.

Kalliauer fordert angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt die Gründung einer Jugend-Ausbildungsgesellschaft. Diese soll als Landesagentur geführt und von den Sozialpartnern getragen werden. Für die erfolgreiche Umsetzung ist ein Mindestmaß an finanziellen Mitteln zum Aufbau der Ausbildungsinfrastruktur und eines professionell und hauptberuflich arbeitenden Teams notwendig. Die Arbeiterkammer ist bereit, selbst 500.000 Euro dafür bereitzustellen.

Die Leitung der Gesellschaft soll paritätisch erfolgen. Land, Arbeitsmarktservice sowie weitere Institutionen in Oberösterreich sollen entsprechend eingebunden werden.

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