• 11.12.2009, 18:42:33
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Berlakovich: Österreich ist Umweltmusterland

Umweltminister in der Debatte über den Dringlichen Antrag: Klimaschutz ist Riesenchance

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Ich verwehre mich, dass Sie Österreichs
Klimapolitik schlecht reden und nachhaltig beschädigen. Ich habe nie
geleugnet, dass es noch einiges zu bewerkstelligen und auf den Weg zu
bringen gibt. Doch trotz aller grünen Unkenrufe sind wir ein
Umweltmusterland. Wir sind frei von Kernenergie, frei von
Gentechnikanbau und haben den ersten Platz bei im Bereich der
biologischen Landwirtschaftsfläche. Österreich nimmt einen
Spitzenplatz bei der Abwasserentsorgung ein; bei den erneuerbaren
Energieträgern liegen wir an vierter Stelle in der EU. Das sind die
Verdienste der Umweltminister der Vergangenheit und der Jetztzeit
sowie des Hohen Hauses. Das sagte heute, Freitag, Umweltminister Niki
Berlakovich anlässlich der Debatte über den Dringlichen Antrag der
Grünen zum Klimaschutz im Nationalrat. ****

"Ich gehe den Weg meiner Vorgänger, einen offensiven Umweltschutz zu
machen, der Österreich in vielen Bereichen zum Vorreiter macht,
konsequent weiter", verwies der Minister auf erfolgreiche
Klimaschutz-Initiativen wie beispielsweise das Konjunkturpaket
"Thermische Sanierung", klima:aktiv sowie die 15a-Vereinbarung mit
den Bundesländern im Wohnbau. Er, Berlakovich, sehe den Klimawandel
als Bedrohung, den Klimaschutz allerdings als Riesenchance,
beispielsweise zur Schaffung von "Green Jobs" im Bereich der
erneuerbaren Energien.

"Beim Klimaschutz brauchen wir einen nationalen Schulterschluss. Es
geht um die Absicherung der Zukunft der jungen Menschen", so der
Minister. Die Kritik, dass Österreich als einziges EU-Land sein
Kyoto-Ziel verfehle, wies Berlakovich zurück. Im Kreis der
EU-Umweltminister sei Österreich diesbezüglich "nicht einmal erwähnt"
worden, weil die EU als Ganzes ihre Klimaziele sehr wohl erreiche.

Das Kyoto-Ziel sei für Österreich eine große Herausforderung und
entsprechend schwer zu erreichen. "Tatsache ist aber, dass wir die
Verpflichtung - im Gegensatz zu den USA und China - eingegangen
sind." Nun gehe es in Kopenhagen darum, dass auch diese Länder in das
Abkommen eingebracht werden und ihren Beitrag leisten. "Wir in der EU
sind bereit, 20 Prozent der Treibhausgase bis 2020 einzusparen,
beziehungsweise auch mehr, wenn andere Industriestaaten vergleichbare
Angebote machen."

Ziel sei es, dass die armen Entwicklungsländer Unterstützung
erhalten. Daher sei die Einigung der Regierungschefs darüber, dass es
als Startfinanzierung für den Klimaschutz mehr Geld gibt, wichtig
gewesen. Auch Österreich werde sich daran beteiligen, "weil wir
diesen Ländern helfen wollen", so Berlakovich, der sich unter anderem
auch von China, Brasilien oder Indien einen Beitrag erwartet.
"Klimaschutz ist ein Weltanliegen und kann nicht von einigen Wenigen
getragen werden."

Verwundert zeigte sich der Minister über die Kritik hinsichtlich der
Inserate des Umweltressorts. Diese dienten als Information der
Bevölkerung zur Bewusstseinsbildung und seien Teil der Strategie des
Klima- und Energiefonds.

Hinsichtlich des "Fossil of the Day"-Award an Österreich verwies
Berlakovich darauf, dass dieser während des Klimagipfels täglich
verliehen werde. Österreich wurde vorgeworfen, eine gemeinsame
Position der EU-Mitgliedsstaaten für die Anrechnung von Wald als
Klimaschutz blockiert zu haben. "Österreich ist mit 47 Prozent Wald
eines der waldreichsten Länder der Welt." Er, Berlakovich, sehe nicht
ein, "dass wir als ein Land mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft im
Gegensatz zu waldarmen Ländern wie Holland, die jetzt aufforsten,
bestraft werden sollen. Da kämpfe ich für unsere österreichische
Position." Das habe nichts mit der Abholzung von subtropischen
Regenwäldern zu tun. "Unsere Forstwirtschaft wird auch in Zukunft
nachhaltig arbeiten."
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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