- 11.12.2009, 14:33:56
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Grüne Wirtschaft: Leitls Wirtschaftspolitik ist rückwärtsgewandt und damit unerträglich
Grüne UnternehmerInnen appellieren an WKÖ, endlich konstruktiv an Klimaschutz mitzuwirken
Wien (OTS) - Mit harscher Kritik reagierte Volker Plass, der
Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, heute auf den jüngsten Vorstoß
von WKÖ-Präsident Christoph Leitl gegen die Klimaschutz-Verhandlungen
in Kopenhagen. "Leitl torpediert schamlos und kleinkariert
ambitionierte Klimaschutz-Bestrebungen. Er hat offenbar noch immer
nicht verstanden, dass die rasche Umsetzung von umfassenden
Klimaschutz-Maßnahmen für uns und die gesamte Wirtschaft
überlebenswichtig ist. Wenn es in Kopenhagen nicht gelingt, das
Karussell aus Ausreden und Abschieben der Verantwortung auf andere zu
durchbrechen, dann steht die Zukunft von Leitls Freunden aus der
Großindustrie genauso auf dem Spiel wie die unserer Kinder," erklärt
Plass.
Nicht die Klimaschutz-Ziele sind nach Ansicht des Sprechers der
Grünen Wirtschaft überambitioniert, sondern die österreichische
Politik agiert unterambitioniert. Für diesen Missstand sind
Interessensvertreter, die sich vor den Karren einiger weniger
emissionsintensiver Groß-Betriebe spannen lassen, maßgeblich
verantwortlich. "Es ist doch mehr als zynisch, wenn Leitl sagt, er
habe davor gewarnt, dass die Kyoto-Ziele nicht erreichbar seien: Er
hat mit seiner Blockade-Politik aktiv daran gearbeitet, dass
Österreich die Kyoto-Ziele nicht erreichen wird. Wir fordern
Präsident Leitl auf, sich so rasch wie möglich über die Folgen des
Klimawandels zu informieren. Er muss sich endlich für die
Zukunfts-Interessen der gesamten Wirtschaft einzusetzen und nicht nur
für die der energieintensive Industrie!", ergänzt Volker Plass.
UnternehmerInnen und klima-engagierte Menschen können sich nun aktiv
von der klimafeindlichen Politik Christoph Leitls distanzieren. Die
Grüne Wirtschaft hat unter
http://www.gruenewirtschaft.at/klima-appell eine Online-Petition
eingerichtet, unter der jede/r per Email einen Appell an den
Wirtschaftskammer-Präsidenten senden kann.
Rückfragehinweis:
Pressebüro der Grünen Wirtschaft
Inge Hausbichler
Tel.: 0664 / 831 74 23
[email protected]
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