- 10.12.2009, 11:00:58
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ÖLI-UG unterstützt Protestnote der Vorarlberger KollegInnen für gemeinsame Schule!
ÖLI und Unabhängige GewerkschafterInnen in der GöD für Bildungsmilliarde und Schulreform. Für Überwinden statt fortgesetztes Nebeneinander von Hauptschule und AHS-Unterstufe
Wien (OTS) - Eine mit zusätzlichen Bundesmitteln ausgestattete
und in "nMS" umbenannte Hauptschule oder eine "neue Mittelschule" als
dritter Schultyp neben Hauptschule und AHS-Unterstufe ändert nichts
an der in Österreich vorherrschenden sozialen Selektion, am
Verweigern von Lernchancen, die jeder und jedem Betroffenen, aber
ebenso Gesellschaft und Volkswirtschaft vermeidbaren Schaden zufügt.
Die Vorarlberger LehrerInnen wollen nicht an Hauptschulen
Gesamtschule "spielen", sondern Gesamtschule leben -- im Interesse
ihrer SchülerInnen und der Gesellschaft, für die sie arbeiten. Die
Vorarlberger Landesregierung sieht das anders. Sie kassiert neben
den im Landesausgleich vom Bund finanzierten LehrerInnendienstposten
pro nMS-Klasse zusätzliche 6 LehrerInnenstunden vom Bund, von denen
zwei gar nicht bei den SchülerInnen ankommen, sondern in der
Landesschulratshierarchie versickern.
Landesrat Mag. Siegmund Stemer hat Recht, wenn er gegen den
LehrerInnen-Protest die derzeit vierfache Unmöglichkeit einer
gemeinsamen Schule ins Treffen führt:
- Die verfassungsmäßige Zweigleisigkeit von Bundes- und
Landeskompetenz, die AHS (Bund) und Hauptschule (Länder) auseinander
dividiert,
- die Zweigleisigkeit im Dienstrecht (1 Bundes- und 9
LandeslehrerInnenrechte),
- die Zweigleisigkeit einer "billigen" 6-semestrige Ausbildung an
Pädagogischen Hochschulen für LandeslehrerInnen und einer "teuren"
wenigstens 9-semstrigen Universitätsausbildung der BundeslehrerInnen
samt der geringeren Bezahlung der PH-AbsolventInnen,
- die unzureichende Budgetierung des Bildungswesens, dem
personelle und Schulraum-Ressourcen fehlen.
Was ÖVP-Stemer aber nicht sagt: Die ÖVP und die Mehrzahl der
Landeshauptleute, die ihre Personalhoheit über die LandeslehrerInnen,
Landesschul- und Bezirksschulräte machtbewusst verteidigen,
verhindern seit Jahrzehnten die Überwindung der Zweigleisigkeiten und
des Zweiklassensystems der Schule, der LehrerInnen und der
LehrerInnenausbildung.
"Die Zeit des Schönredens ist vorbei!" Ab Jänner beginnen die
politischen Verhandlungen zur Dienstrechts- und
Schulverwaltungsreform, zur Neugestaltung der LehrerInnenausbildung
und über das Bildungsbudget. Im Jänner beginnen auch die
Dienstrechts-Verhandlungen des BMUKK mit den
LehrerInnengewerkschaften. Im Jänner wird es ernsthafte Gespräche mit
den Studierenden und den Lehrenden der Universitäten und
Pädagogischen Hochschulen geben.
Die ÖLI-UG (Österreichische LehrerInneninitiative/Unabhängige
GewerkschafterInnen) unterstützt die Protestnote der Vorarlberger
KollegInnen. Die ÖLI-UG unterstützt notwendige Reformschritte in
Richtung
- gemeinsame Schule,
- gemeinsames Bundesdienstrecht für alle LehrerInnen,
- gemeinsame Universitätsausbildung (Masterstudien) und
entsprechende Bezahlung für alle LehrerInnen und in pädagogischen
Berufen tätigen
- Ausweitung des Bildungsbudgets
Keine Angst vor Reformen -- Her mit der Bildungsmilliarde!
Glück auf!
Die Vertreter der ÖLI-UG (Österreichische
LehrerInneninitiative/Unabhängige GewerkschafterInnen) in der ARGE
LehrerInnen der GÖD:
Wilfried Mayr, APS
Reinhart Sellner, AHS
Josef Gary Fuchsbauer, BMHS
Rückfragehinweis:
ÖLI/UG Wilfried Mayr, APS, ÖLI/UG-Vorsitzender, Tel: 0676/508 14 98, e-mail: [email protected] Reinhart Sellner, AHS, UGöD-Vorsitzender, AHS, Tel: 0676/343 75 21, e-mail: [email protected] Josef Gary Fuchsbauer, BMHS, ÖLI/UG-Bundeskoordinator, Tel: 0680/212 24 358, e-mail: [email protected] Internet: www.oeli-ug.at, www.ugoed.at
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