- 09.12.2009, 11:24:09
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MKV: Weltweit werden Millionen Christen verfolgt.
Bundesregierung und Islamische Glaubensgemeinschaft soll international für Glaubensfreiheit eintreten; Aktionstag gegen Christenverfolgung am Tag der Menschenrechte (10.12)
Wien (OTS) - Verfolgungen wegen des Glaubens nehmen weltweit
dramatisch zu und haben einen historischen Höchststand erreicht. 80%
aller weltweit religiös Verfolgten sind Christen. In über 50 Ländern
erleiden sie systematische Vertreibung, Entführung, Zwangskonversion,
Vergewaltigung, Folter und andere Formen der Gewalt bis hin zu Mord.
Dennoch findet dieses Thema in der Öffentlichkeit kaum Beachtung.
Der Mittelschüler-Kartell-Verband der katholischen
Studentenverbindungen, engagiert sich als Mitveranstalter im Rahmen
des Internationalen Tages der Menschenrechte am "Aktionstag gegen
Christenverfolgung". "Wir sehen es als unsere Verantwortung und
gesellschaftspolitische Aufgabe an, auf das Schicksal dieser
Verfolgten hinzuweisen, und für sie unsere Stimme zu erheben." meint
MKV-Bundesvorsitzender Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka.
Am 10. Dezember findet um 18 Uhr ein Wortgottesdienst im
Stephansdom mit Weihbischof Dr. Franz Scharl und Chorepiskopos Dr.
Emanuel Aydin statt. Anschließend (ca 19h15) wird eine Lichterkette
mit Fackeln um den Dom gebildet.
Bundesregierung muss Nationalrats-Entschließung endlich ernst nehmen
Dass hier schon seit längerem ein reales Problem vorliegt, hat
bereits der Österreichische Nationalrat beklagt. In seiner
Entschließung vom 2. Juli 2008 hat der Menschenrechtsausschuss
angesichts der erschreckenden Berichte die Bundesregierung
aufgefordert, sich für Opfer von Verletzungen der Menschenrechte und
für Religionsfreiheit einzusetzen. "Der MKV fordert daher die
Bundesregierung auf, diese Entschließung ernst zu nehmen und hier
endlich diplomatisch und politisch aktiv zu werden." verlangt
Kukacka. "Sowohl auf europäischer, als auch bilateraler Ebene ist
akuter Handlungsbedarf."
Resolution im Langtext:
http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/I/I_00661/fname_114898.pdf
Islamische Glaubensgemeinschaft gefordert
In Österreich herrscht selbstverständlich Glaubens- und
Religionsfreiheit. Dazu soll auch die einvernehmliche Festlegung von
Kirchenbauten und Minaretten gehören. Das ist aber nicht überall so.
Laut Weltverfolgungsindex mehrerer Menschenrechtsorganisationen
passieren Verfolgungen vor allem in islamischen Ländern wie
Saudi-Arabien, Iran, Irak, Jemen, Pakistan, Ägypten, aber auch in
kommunistischen Staaten wie Nordkorea oder China. Oft wird dabei
Gewalt gegen christliche Minderheiten staatlich unterstützt oder
stillschweigend toleriert.
"Am Tag der Menschenrechte muss die Frage gestellt werden, warum
in vielen moslemischen Ländern Christen nicht dieselben Rechte haben
wie Moslems bei uns." meint Kukacka. Die Ängste und Ressentiments,
die manche Bürger wegen der fehlenden Religionsfreiheit christlicher
Minderheiten in bestimmten islamischen Ländern haben, könnten laut
MKV-Vorsitzenden Kukacka weitgehend aufgelöst werden, wenn sich die
Österreichische Islamische Glaubensgemeinschaft dort für eine
Gleichberechtigung von Christen einsetzt. "Sie könnten gemeinsam mit
der Bundesregierung Brücken bauen."
Der MKV fordert gleiches Recht für Christen auf freie
Religionsausübung, Schutz des Lebens und des Eigentums von
christlichen Minderheiten, das Recht, Kirchen zu bauen und den
Glauben öffentlich zu bekennen.
Rückfragehinweis:
Gottfried Forsthuber
Tel: 0699 133 00 140
mailto:[email protected]
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