• 09.12.2009, 10:18:15
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Die Menschenrechte im Zeitalter der Globalisierung Diskussionsveranstaltung im Parlament

Wien (PK) - Aus Anlass des Internationalen Tags der Menschenrechte
lud Nationalratspräsidentin Barbara Prammer gemeinsam mit dem
Psychosozialen Zentrum ESRA, der Gesellschaft für bedrohte Völker und
dem Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende HEMAYAT zu
einer Diskussionsveranstaltung ins Parlament ein. Ausgehend vom
Leitsatz der UN-Menschenrechtscharta "Alle Menschen sind frei und
gleich an Würde und Rechten geboren" setzten sich Expertinnen und
Experten dabei mit der aktuellen Bedeutung der Menschenrechte in der
globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts und mit den Mängeln in der
Umsetzung auseinander.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer wies in ihren
Begrüßungsworten auf die Notwendigkeit hin, die Menschenrechte im
Lichte des 21. Jahrhunderts immer wieder neu zu reflektieren. Die UN-
Menschenrechtscharta sei ebenso wie die Europäische
Menschenrechtskonvention Ergebnis einer dunklen Zeit des 20.
Jahrhunderts und Antwort darauf. Die Menschenrechte haben nichts von
ihrer Aktualität verloren, die Herausforderungen seinen heute aber
andere, gab Prammer zu bedenken. Die Nationalratspräsidentin sah in
diesem Sinn auch einen Zusammenhang zwischen dem morgigen Tag der
Menscherechte und dem 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen.
Die zentrale Bedeutung der Menscherechte sei jedenfalls nur fassbar,
wenn wir unser tägliches Handeln ständig unter dem Blickfeld der
Unantastbarkeit der Würde des Menschen betrachten, stand für Prammer
fest. Einen zusätzlichen Fortschritt bei der Umsetzung der
Menschenrechte erwartete sie sich auch durch Vertrag von Lissabon,
der am 1. 12. in Kraft getreten ist und die Grundrechtecharta auf
europäischer Ebene rechtsverbindlich macht.

Vertieft wurde das Thema durch eine Key-note von Manfred Nowak
(Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte) und Referate von
Michaela Moser (Vizepräsidentin des European Anti Poverty Networks),
Peter Schwarz (ESRA - Psychosoziales Zentrum), Friedrun Huemer
(HEMAYAT - Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende) sowie
Mustafa Akgün (Gesellschaft für bedrohte Völker), die die Bandbreite
der Menschenrechte ausleuchteten und damit den Ton für eine
Podiumsdiskussion vorgaben.

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie - etwas
zeitverzögert - auf der Website des Parlaments im Fotoalbum:
www.parlament.gv.at (Schluss)

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
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