• 04.12.2009, 11:40:26
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Seniorenbund: Leistungen der Freiwilligen im Transferkonto gegenrechnen!

Grundlagen der gesellschaftlichen Beteiligung älterer Menschen; Potentiale besser nutzen!

Wien (OTS) - Der Österreichische Seniorenbund unterstützt den
Vorschlag von Finanzminister Pröll, ein Transferkonto einzuführen.
"Aber", so Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des
Österreicheichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener
Seniorenbundes, "wir Senioren erwarten, dass dort dann auch die
Leistungen der Freiwilligenarbeit gegengerechnet werden!"

"Senioren leisten im Schnitt 6,6 Stunden Freiwilligenarbeit pro
Woche. Und in diesen Zeiten sind die vielen Arbeitsstunden der
pflegenden Angehörigen, sowie Kinderbetreuung durch Großeltern NICHT
erfasst", erklärt Korosec bezugnehmend auf Zahlen aus dem Bericht
zum "Freiwilligen Engagement in Österreich" des Sozialministeriums.

"DIE Senioren gibt es heute nicht mehr. Immer mehr Menschen zählen
zu der Gruppe der "Flotten", "Neugierigen" und "Zufriedenen". Dem
alten Klischee der bedürftigen und resignierten alten Menschen
entspricht nur noch ein Viertel der Senioren", weiß Dr. Angelika
Kofler, Autorin der Studie "Generation 60 plus 2009" im Auftrag des
Seniorenbundes und Leiterin der Abteilung Sozialforschung bei GfK.
"Durch diese Entwicklung gibt es auch immer mehr ältere Menschen, die
sich in der Freiwilligenarbeit engagieren können und wollen.

Dazu bräuchte es laut Korosec allerdings verbesserte
Rahmenbedingungen: "Organisationen, die Freiwilligenarbeit
koordinieren, sollten finanziell wie organisatorisch besser
unterstützt werden. Ein reiches Angebot zertifizierter Kurse für
Freiwillige würde nicht nur deren Selbstempfinden sondern auch das
Image der Freiwilligenarbeit in der Öffentlichkeit stärken und
freiwillig Tätige sollten durch Maßnahmen wie kostenlose Unfall- und
Haftschutzversicherung vor Schäden im Zuge der Ausübung ihrer
Tätigkeiten bewahrt werden." Weiters sollten die Möglichkeit der
steuerlichen Absetzbarkeit von Fahrspesen für Freiwillige, sowie eine
öffentlich finanzierte Imagekampagne die Leistungen der Freiwilligen
stärker unterstützen.

Kofler weiß aus der aktuellen Senioren-Studie: "Die Bereitschaft
der Senioren, sich aktiv in der Gesellschaft zu engagieren ist hoch.
Ehrenamtliche Tätigkeiten sind häufiger als bezahlte, nebenberufliche
Tätigkeiten. Das Engagement der Senioren in Vereinen zentriert
besonders um religiöse Gemeinschaften, Gemeinschaften von Menschen
mit ähnlichen Hintergründen und Sportvereinen."

"Auch die Funktionärinnen und Funktionäre des Österreichischen
Seniorenbundes - von der Ortsgruppe bis zum Bundesobmann - erbringen
ihre Leistungen unentgeltlich", betont Korosec, die im Seniorenbund
2010 ein ganz besonderes Freiwilligen-Projekt entwickeln wird:
"Pensionierte Lehrer sollen angehende Lehrlinge dabei unterstützen,
fit für den Einstieg in den Lehrberuf zu werden."

Rückfragehinweis:

Österreichischer Seniorenbund
   Susanne Kofler
   Tel: 0650-581-78-82
   mailto:[email protected]
   
   www.seniorenbund.at 

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