- 03.12.2009, 13:21:06
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Khol zu heutigen Seniorenrats-Sitzungen
Pensionsanpassung 2010, 1 Jahr Regierungsarbeit und weitere Themen
Wien (OTS) - "Der Pensionsabschluss für 2010 wir allgemein gut
angenommen und auch von früheren Kritikern als fair empfunden. Die
Regelung ist für die kleineren Pensionen gerade erträglich, für
größere bescheiden", zieht Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des
Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen
Seniorenrates heute, etwas mehr als eine Woche nach den
Pensionsverhandlungen, Bilanz über die Reaktionen der Seniorinnen und
Senioren.
Pensionskassen
Nicht zufrieden zeigte sich Khol hingegen mit dem Fortschritt der
Reform der Pensionskassen: "Sie kennen das Sprichwort: Wenn Berge
kreisen wird ein Mäuslein geboren. Was bis jetzt vorliegt ist nicht
einmal so ein Mäuslein!" Finanzminister Pröll habe jedoch
ehebaldigste Gespräche zugesagt, dort werde der Seniorenrat "das
Pauschalsteuermodell, das Recht auf den Wechsel der Pensionskasse,
Mitbestimmung der Betroffenen in den Pensionskassen-Gremien und die
aufgeschobene Besteuerung der Betriebspensionen" verhandeln. Die
durchschnittliche Betriebspension betrage im Übrigen nur 460,- Euro.
1 Jahr Regierungsarbeit
"Mit dem ersten Jahr der Regierung Faymann-Pröll sind wir Senioren
zufrieden. Es wurde viel geleistet und man kann nicht erwarten, dass
ein Regierungsprogramm, das auf 5 Jahre angelegt ist, nach einem Jahr
erfüllt wird", so Khol weiter. "Die staatsmännischen Reden von
Faymann und Pröll lassen darüber hinaus den Schluss zu, dass es mit
der Zusammenarbeit auch gut weitergehen wird."
Khol sei mit Faymanns Rede zu 98 % einverstanden. "Er hat
Zusammenarbeit und Gemeinsamkeit hervorgehoben und natürlich
unterstützen wir den "Generationenfonds", der einen Ausbau des von
Molterer erfundenen "Pflegfonds" darstellt und dessen Umsetzung
ohnedies im Regierungsprogramm vorgesehen ist", so der
VP-Seniorenbundobmann darauf angesprochen. Er goutiere nur ein
kleines Detail nicht: "In der Pflege den Weg von der Geldleistung hin
zu den Sachleistungen zu gehen, werden wir nicht unterstützen. 80 %
der Pflegebedürftigen werden in den Familien gepflegt und die
brauchen keine Bevormundung"
"Senioren-Rose" & "Senioren-Nessel"
"Besonders freut mich, dass wir heute im Seniorenrat beschlossen
haben, die Medienpreise "Senioren-Rose" & "Senioren-Nessel", die 2009
vom Seniorenbund entwickelt und erstmals vergeben wurden, künftig im
Seniorenrat anzusiedeln. Dazu soll es auch eine Zusammenarbeit mit
einer Journalisten-Vereinigung geben", erklärt Khol, der Initiator
der neuen Senioren-Medienpreise war.
ORF-Gesetz in Begutachtung
Zu Wort melden werde sich der Seniorenrat jedenfalls auch im
Rahmen der Begutachtung des ORF-Gesetzes. "Wir freuen uns, dass
endlich unser Vorschlag einen eigenen Spartenprogramms für Kultur,
Information und Diskussion vorgesehen ist. Aus dem im Gesetz
erwähnten "Können" sollte jedoch ein "Müssen" werden, das heißt die
Senioren bestehen auf diesem neuen Sendekanal", erklärt Khol weiter.
Weiters verlangen die Senioren einen Vertreter der älteren
Generationen im Stiftungsrat. Die im kommenden Jahr stattfindenden
Wahlen zum ORF-Publikumsrat finden die Senioren "völlig richtig,
allerdings werden die Modalitäten durch die Fax-Wahl immer mühsamer",
so der Seniorenbundobmann zum bevorstehenden Urnengang, für den der
Österreichische Seniorenbund Gerhard Tötschinger nominiert hat.
"Unpünktliche" Pensionen
"Abschließend gehen wir davon aus, dass die Banken bis zur
nächsten Pensionsanweisung ihre technischen Probleme in den Griff
kriegen können", erklärt Khol weiter. Die Pensionen waren zwar
grundsätzlich auf die Konten gebucht werden, konnten jedoch aufgrund
technischer Schwierigkeiten nicht auf allen Kontoauszügen angezeigt
werden, was zu großer Aufregung unter den Pensionisten führte.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler
0650-581-78-82
[email protected]
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