Khol zu heutigen Seniorenrats-Sitzungen

Pensionsanpassung 2010, 1 Jahr Regierungsarbeit und weitere Themen

Wien (OTS) - "Der Pensionsabschluss für 2010 wir allgemein gut angenommen und auch von früheren Kritikern als fair empfunden. Die Regelung ist für die kleineren Pensionen gerade erträglich, für größere bescheiden", zieht Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen Seniorenrates heute, etwas mehr als eine Woche nach den Pensionsverhandlungen, Bilanz über die Reaktionen der Seniorinnen und Senioren.

Pensionskassen

Nicht zufrieden zeigte sich Khol hingegen mit dem Fortschritt der Reform der Pensionskassen: "Sie kennen das Sprichwort: Wenn Berge kreisen wird ein Mäuslein geboren. Was bis jetzt vorliegt ist nicht einmal so ein Mäuslein!" Finanzminister Pröll habe jedoch ehebaldigste Gespräche zugesagt, dort werde der Seniorenrat "das Pauschalsteuermodell, das Recht auf den Wechsel der Pensionskasse, Mitbestimmung der Betroffenen in den Pensionskassen-Gremien und die aufgeschobene Besteuerung der Betriebspensionen" verhandeln. Die durchschnittliche Betriebspension betrage im Übrigen nur 460,- Euro.

1 Jahr Regierungsarbeit

"Mit dem ersten Jahr der Regierung Faymann-Pröll sind wir Senioren zufrieden. Es wurde viel geleistet und man kann nicht erwarten, dass ein Regierungsprogramm, das auf 5 Jahre angelegt ist, nach einem Jahr erfüllt wird", so Khol weiter. "Die staatsmännischen Reden von Faymann und Pröll lassen darüber hinaus den Schluss zu, dass es mit der Zusammenarbeit auch gut weitergehen wird."

Khol sei mit Faymanns Rede zu 98 % einverstanden. "Er hat Zusammenarbeit und Gemeinsamkeit hervorgehoben und natürlich unterstützen wir den "Generationenfonds", der einen Ausbau des von Molterer erfundenen "Pflegfonds" darstellt und dessen Umsetzung ohnedies im Regierungsprogramm vorgesehen ist", so der VP-Seniorenbundobmann darauf angesprochen. Er goutiere nur ein kleines Detail nicht: "In der Pflege den Weg von der Geldleistung hin zu den Sachleistungen zu gehen, werden wir nicht unterstützen. 80 % der Pflegebedürftigen werden in den Familien gepflegt und die brauchen keine Bevormundung"

"Senioren-Rose" & "Senioren-Nessel"

"Besonders freut mich, dass wir heute im Seniorenrat beschlossen haben, die Medienpreise "Senioren-Rose" & "Senioren-Nessel", die 2009 vom Seniorenbund entwickelt und erstmals vergeben wurden, künftig im Seniorenrat anzusiedeln. Dazu soll es auch eine Zusammenarbeit mit einer Journalisten-Vereinigung geben", erklärt Khol, der Initiator der neuen Senioren-Medienpreise war.

ORF-Gesetz in Begutachtung

Zu Wort melden werde sich der Seniorenrat jedenfalls auch im Rahmen der Begutachtung des ORF-Gesetzes. "Wir freuen uns, dass endlich unser Vorschlag einen eigenen Spartenprogramms für Kultur, Information und Diskussion vorgesehen ist. Aus dem im Gesetz erwähnten "Können" sollte jedoch ein "Müssen" werden, das heißt die Senioren bestehen auf diesem neuen Sendekanal", erklärt Khol weiter.

Weiters verlangen die Senioren einen Vertreter der älteren Generationen im Stiftungsrat. Die im kommenden Jahr stattfindenden Wahlen zum ORF-Publikumsrat finden die Senioren "völlig richtig, allerdings werden die Modalitäten durch die Fax-Wahl immer mühsamer", so der Seniorenbundobmann zum bevorstehenden Urnengang, für den der Österreichische Seniorenbund Gerhard Tötschinger nominiert hat.

"Unpünktliche" Pensionen

"Abschließend gehen wir davon aus, dass die Banken bis zur nächsten Pensionsanweisung ihre technischen Probleme in den Griff kriegen können", erklärt Khol weiter. Die Pensionen waren zwar grundsätzlich auf die Konten gebucht werden, konnten jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht auf allen Kontoauszügen angezeigt werden, was zu großer Aufregung unter den Pensionisten führte.

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