• 03.12.2009, 11:06:42
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RCA hält Transporte auf der Schiene

Rail Cargo Austria hat eine klimafreundliche und wirtschaftliche Lösung zur Sanierung der Einzelwagenladungsverkehre in der Steiermark

Wien (OTS) - Die Ausgangssituation war nicht einfach: Die im
Qualitätsnetz geführten Einzelwagenladungsverkehre (siehe
Hintergrund) von und zu den steirischen Logistikcentern Graz-Werndorf
und St. Michael sind für Rail Cargo Austria spätestens mit der
Wirtschaftskrise ein massives Verlustgeschäft. Zuletzt waren die
Steiermark-Verkehre im Stückgutbereich nur zu 30 bis 50 %
ausgelastet. Entgegengesetzten Medienberichten zufolge, RCA verlagere
diese Verkehre komplett von der Schiene auf die Straße, erarbeitete
RCA alternative Verkehrslösungen.

Lösung
In einem ersten Schritt wurden die Verkehre im Qualitätsnetz und im
Basisnetz (siehe Hintergrund) analysiert und zur jeweiligen optimalen
Auslastung adaptiert. Zusätzlich wurden die Anbindungen der
Logistikcenter Graz-Werndorf und St. Michael neu konzipiert.
Ladezeiten wurden zeitlich neu geregelt, Mengen gebündelt und zwei
zusätzlich geführte Züge in den Betrieb aufgenommen.

Auswirkungen
Dieses Bündel an Maßnahmen führt dazu, dass die Frachtverkehre der
RCA-Logistikstandorte in der Steiermark zum überwiegenden Teil
weiterhin auf der klimafreundlichen Schiene abgewickelt werden. Zwei
LKW-Fahrten pro Tag müssen kurzfristig auf die Straße verlagert
werden. RCA ist aber zuversichtlich, dass auch diese beiden LKWs 2010
wieder auf die Schiene gebracht werden. Das Ziel, die
Schienentransporte im Einzelwagenladungsverkehr wirtschaftlich
vertretbar zu führen, hat RCA erreicht: einige Millionen Euro werden
durch diese Maßnahmen künftig bei RCA im Ergebnis wirksam. "Transport
und Logistik lassen sich nicht in ein starres System zwängen.
Warenströme verändern sich, das Netzwerk muss atmen können. Mit der
Lösung für die Stückguttransporte in der Steiermark haben wir
bewiesen, dass RCA problemlösungsorientiert an Dinge herangeht - zum
Wohle unserer Kunden, der Wirtschaftlichkeit und des Klimaschutzes",
erklärt Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes von Rail Cargo
Austria.

Forderung an europäische Verkehrspolitik
Klar ist, dass die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen für einen
wirtschaftlich vertretbaren Schienengütertransport gegeben sein
müssen. Diese Grundsatz-Entscheidungen können nur auf höchster Ebene
getroffen werden. "Brüssel muss den europäischen
Schienengütertransport besser fördern. Fromme Wünsche, Forderungen
und Lippenbekenntnisse helfen nicht, wenn weiterhin massiv in die
Straße investiert wird und die Schiene das Nachsehen hat", fordert
Macher eine nachhaltige und zukunftsorientierte europäische
Schienenverkehrspolitik von der Europäischen Union.

Von der Straße auf die Schiene
Einen schönen Erfolg erzielt RCA durch die Umsetzung all dieser
Maßnahmen. Porsche Konstruktionen GesmbH & Co. KG - Wals nützt
künftig wieder die zusätzlich geschaffenen Ressourcen im
Qualitätsnetz. Zwischen Salzburg und Graz-Werndorf verlagert Porsche
seine Transporte nun wieder von der Straße auf die Schiene. Das sind
pro Jahr 500 LKW-Transporte weniger auf Österreichs Straßen. "In
gemeinsamen Gesprächen haben sich RCA und Porsche bemüht, eine
ökonomisch tragbare und ökologisch sinnvolle Lösung zu erarbeiten.
Mit dem jetzt beschlossenen Vorschlag ist es RCA gelungen, eine
unseren Wünschen entsprechende Lösung umzusetzen", erklärt Walter
Huber, Geschäftsführer Porsche Konstruktionen GesmbH & Co. KG.

Hintergrund
Im Einzelwagenladungsverkehr (EWV) werden Wagen verschiedener Kunden
vom Versand bis zum Bestimmungsbahnhof befördert. Dies ist meist mit
mehrmaligen Umstellungen der Wagen von Eingangszügen auf Ausgangszüge
(Wagenübergang) in Verschiebebahnhöfen verbunden.

EWV-Basisnetz: das Grundangebot im Einzelwagenladungsverkehr
verbindet alle Abfertigungsstellen und Grenzen miteinander und stellt
eine Beförderungsdauer innerhalb Österreich von grundsätzlich 36
Stunden sicher.

EWV-Qualitätsnetz: verbindet die Wirtschaftszentren Österreichs im
"Nachtsprung". Die Abfahrt vom Versandbahnhof erfolgt grundsätzlich
frühestens um 17.00 Uhr, die Ankunft im Bestimmungsbahnhof
prinzipiell spätestens um 9.00 Uhr.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsanbieter sorgt der ÖBB Konzern
österreichweit für den umweltfreundlichen Transport von Menschen und
Gütern. Mit rund 43.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2007 wurden von den ÖBB 448 Mio. Fahrgäste und 97
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
ÖBB-Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweis:

Christian Wenzl
   Pressesprecher
   ÖBB-Holding AG
   Konzernkommunikation
   Tel.: +43 (0)664/617 00 28
   E-Mail: [email protected] 
   www.oebb.at

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