• 30.11.2009, 11:30:18
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Eröffnung Bahnhof Wien Meidling

Wien (OTS) - Der Bahnhof Wien Meidling zählt sowohl im Nah- als
auch im Fernverkehr zu den Top-Umsteigebahnhöfen Österreichs. Ab
Fahrplanwechsel, wenn die Verkehrsstation teilweise Funktionen des
Wiener Südbahnhofs übernimmt, wird Wien Meidling für drei Jahre zum
frequenzstärksten Bahnhof Österreichs. Für die Reisenden wurde eine
moderne, barrierefreie Verkehrsstation einschließlich unterirdischer
Halle mit Shops und ÖBB-Serviceeinrichtungen geschaffen.

Während der Errichtung des neuen Hauptbahnhofs Wien wird der Bahnhof
Wien Meidling für die nächsten drei Jahre bis zur Teilinbetriebnahme
des neuen Hauptbahnhofs teilweise Funktionen des Wiener Südbahnhofs
übernehmen. Fernverkehrszüge der Südbahn enden bzw. beginnen am
Bahnhof Wien Meidling, jene der Ostbahn und zukünftig auch der
Nordbahn (aus/nach Prag oder Warschau) halten an der modernisierten
Station.

Ostbahn-Nahverkehr und S-Bahn-Betrieb nach wie vor am Südbahnhof
Alles wie bisher bleibt beim Nahverkehr der Ostbahn, der schon bisher
am Südbahnhof (Ostbahn) geendet hat und auch weiterhin - in einem
Provisorium - dort enden wird. Auch der S-Bahn Verkehr über die
Stammstrecke bleibt aufrecht, die Züge werden auch nach wie vor in
der Haltestelle Südbahnhof halten. Diese verfügt über neue,
provisorische Auf- und Abgänge beim Schweizer Garten.

Runderneuerter Bahnhof: Modern und kundenfreundlich
Der Bahnhof Wien Meidling wurde unter voller Aufrechterhaltung des
Bahnbetriebes um- und ausgebaut. Es wurden Bahnsteige erneuert und
modernisiert, Zugänge verbessert, Gleise neu verlegt und eine neue,
rund 1.300 m2 große, lichtdurchflutete Halle errichtet. Darin sind
Geschäfte, Lokale und Kundeneinrichtungen der ÖBB, etwa Reisecenter,
Info-Point und Club Lounge, untergebracht. Durch die Öffnung der
Halle verkürzen sich die Fußwege zwischen den Bahnsteigen der ÖBB und
der U6. Statt bisher einem Durchgang zwischen ÖBB-Passage und U-Bahn
stehen nun drei Durchgänge zur Verfügung.

"Wir haben den Bahnhof Wien Meidling baulich bestmöglich auf seine
Aufgabe als meistfrequentierte Verkehrsstation Österreichs
vorbereitet. Das war allein von den räumlichen Möglichkeiten keine
leichte Aufgabe" so Andreas Matthä, Sprecher des Vorstandes der
ÖBB-Infrastruktur AG. "Danke allen Fahrgästen, die mit sehr viel
Verständnis und Geduld den Umbau hautnah miterlebt haben".

"Die Eröffnung heute ist ein Meilenstein für das größte
innerstädtische Infrastrukturprojekt Europas, den Wiener
Hauptbahnhof," sagt DI Peter Klugar, Vorstandssprecher der
ÖBB-Holding AG, der auch der Stadt Wien und den Wiener Linien dankt.
Wie auch seine Vorstandskollegen von der Infrastruktur und vom
Personenverkehr, Matthä und Kovarik, betonte er den enormen
Kundennutzen des neuen Hauptbahnhofes. Deshalb sei er sicher, dass
die Kunden die vorübergehenden Komfortein?schränkungen in Kauf nehmen
werden, so Klugar weiter.
Stadtrat DI Rudi Schicker zeigt sich zufrieden über den Ausbau der
Wiener Bahninfrastruktur: "Die Bahnanlagen in Wien stammen aus dem
vorigen Jahrhundert, aus einer Zeit, in der Wien der Mittelpunkt der
Monarchie war. Darum freue ich mich sehr über die Modernisierung des
Bahnhofes Meidling. Der passagierstärkste Bahnhof Wiens wird gerade
rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten für den neuen Hauptbahnhof
fertig. So ist es möglich, dass Meidling die zusätzlichen Fahrgäste
durch die Sperre des Südbahnhofes ab 13. Dezember aufnehmen kann. Ich
freue mich, dass den WienerInnen und den PendlerInnen aus dem Süden
Wiens nun ein moderner und komfortabler Umsteigeknoten zur Verfügung
steht. "

Barrierefrei und sicher
Der um 63 Millionen Euro runderneuerte Bahnhof ist komplett
barrierefrei. Barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen ermöglichen
insgesamt neun Lifte. Der Bahnhof verfügt auch über ein durchgehendes
Blindenleitsystem. Rund um die Uhr sorgen ab Fahrplanwechsel
Bahnhof-Securitys für Sicherheit, die zudem durch Videoüber?wachung
und Notrufsäulen sowie durch eine Polizeistation gewährleistet wird.

Kundeninformation rund um die Uhr
Ein rund um die Uhr geöffneter Infopoint, 70 zusätzliche Monitore in
der Halle und auf den Bahnsteigen, Infovitrinen und
Lautsprecherdurchsage sorgen dafür, dass Kunden ständig am Laufenden
sind. Zusätzlich haben die ÖBB bereits Mitte November eine
Informationskampagne gestartet, um die Fahrgäste bereits im Vorfeld
umfassend über die bevorstehenden Änderungen zu informieren. Derzeit
sind rund 50 Promotoren im Einsatz und verteilen Informationsfolder
an frequentierten Bahnhöfen in Wien und entlang der Südbahn an die
Fahrgäste der ÖBB. Ab 30. November sind außerdem Sonderinfo-Teams im
Einsatz, leicht erkennbar an den gelben Jacken. Die Fahrgäste der
ÖBB können sich für alle Fragen gern an diese Mitarbeiter wenden -
egal ob Fragen zum Fahrplan oder wo sich welcher Bahnsteig befindet.
"Auch die Kundenservice-Einrichtungen in den vergangenen Monaten sind
deutlich ausgeweitet worden", unterstreicht Werner Kovarik,
Vorstandsdirektor der ÖBB-Personenverkehr AG. "Zu den bestehenden
acht Fahrkartenautomaten sind sechs weitere dazu gekommen, die Zahl
der Personenkassen wurde mehr als verdreifacht und von derzeit drei
auf zehn erhöht."

"Wir setzen alles daran, unsere Kunden bestmöglich zu informieren -
denn nur informierte Kunden sind auch zufriedene Kunden", betonen
gemeinsam Kovarik und Matthä.

Verkehrsdrehscheibe der Superlative
Der Bahnhof ist durch die Verknüpfung von S-Bahn, Regionalzügen,
Fernverkehrszügen, U-Bahn, Straßenbahn und Bus einer der größten
öffentlichen Verkehrsknotenpunkte Österreichs. Die Flughafenbusse der
Vienna Airport Lines halten ebenfalls zukünftig statt am Südbahnhof
in Wien Meidling. Auf eigenen "Kiss & Ride"-Parkplätzen können
Angehörige ihre Lieben verabschieden, wenn sich diese auf Reisen
begeben. Wartemöglich?keit bieten die mehr als 260 Sitzplätze in
Wartekojen auf den Bahnsteigen, in der Halle, der Passage und einem
Wartesaal.

Bereits jetzt frequentieren täglich 45.000 ÖBB-Fahrgäste die Station
Meidling. Durch die internationalen und nationalen Verbindungen als
Endstation der Südbahn kommen voraussichtlich etwa 10.000 zusätzliche
Fahrgäste dazu.

Trotz aller Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen werde es für die
Kunden bis zur Teilinbetrieb?nahme des Hauptbahnhofs 2013 jedoch
gewisse Einschränkungen im gewohnten Komfort geben. So können etwa
Fernverkehrzüge nicht wie bisher schon lang vorab bereitstehen -
dafür bitten die ÖBB um Verständnis und appellieren an die Fahrgäste,
erst möglichst kurz vor der Reise zum Bahnhof zu kommen, um lange
Wartezeiten zu vermeiden.

Passage Kerschensteinergasse:
Optimale Erreichbarkeit von Kiss&Ride-Parkplätzen, Flughafenbus und
Öffis
Dieser Zugang ist die direkteste Route zum Bahnsteig für alle
Fahrgäste, die mit dem Auto zum Bahnhof gebracht bzw. abgeholt
werden. Auf dieser Seite sind sowohl die Kiss&Ride-Parkplätze als
auch der Taxistand untergebracht. Darüber hinaus sind von ihr aus
bequem die neue Haltestelle der ÖBB-Flughafenbusse, die
Fahrradabstellanlage mit 40 "bike&ride" Standplätzen, die Badner Bahn
und viele Öffis der Wiener Linien erreichbar. Auch der Wartesaal
befindet sich hier. Kunden, die auch diese Seite nützen, tragen dazu
bei, dass insbesondere zur Hauptverkehrszeit die Durchlässigkeit auch
bei den Zu- und Abgängen in Richtung Schedifkaplatz jederzeit
gewährleistet ist. Die Passage Kerschensteinergasse ist - ebenso wie
die Halle - barrierefrei gestaltet und mit zahlreichen Monitoren zur
Fahrgastinformation ausgestattet.

Bauliche Herausforderung
Im Zuge des Umbaus wurden allein für die Gleisanlagen rd. 11.000 to
Gleisschotter ausgetauscht,
rd. 6.700 neue Schwellen und ca. 4.350 m Schienen sowie 39 Weichen
verlegt - bei laufendem Fahrbetrieb.

Die Runderneuerung des Bahnhofs inklusive der vollständigen
Neukonfiguration der Gleis- und Bahnsteiganlagen kostete 63 Mio.
Euro.

Aber auch die wichtigste Herausforderung wurde gemeistert: Nämlich
jene, den Bahnhof Wien Meidling termingerecht rechtzeitig vor dem
Fahrplanwechsel am 13. Dezember fertig zu stellen.

ÖBB-Konzern: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leit?gesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation, Pressesprecher Wien und Burgenland, Tel.: 01 93000-44278, Mobil: 0664/617 15 11, e-mail: [email protected]

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