Neues Volksblatt: "Widerlegen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 28. November 2009

Linz (OTS) - Sicher, man kann es so sehen wie SPÖ-Geschäftsführer Günther Kräuter. "Wenig überraschend wurde eine Standespolitik belohnt, die Reformansätze verhindert und unrealistische Gehaltserhöhungen verspricht" - so sein Kommentar über die Beamtenwahl. Auf gut Deutsch: Die Mehrheit der Wähler war zu blöd, das zu wählen, was die Roten den Beamten an Perspektiven boten. Bloß, Herr Kräuter, was war das?
War es das Vorgehen von Unterrichtsministerin Claudia Schmied, waren es die Aussagen von Bundeskanzler Werner Faymann? Letzterem fiel zu den Lehrern nur ein, dass dieser Beruf kein "Halbtagsjob" sei, Schmied richtete den Lehrern über die Medien aus, dass sie gefälligst mehr arbeiten sollen. Der sozialistische Lehrervertreter Reinhard Dumser nennt das "diffamierende Aussagen".
Der Bund als Dienstgeber hat allen Grund, sich um eine motivierte Mitarbeiterschaft zu bemühen. Mit dem Verweis auf den "sicheren" Job ist es nicht getan, wenn man eine Verwaltungsreform durchziehen will, die sich spürbar im Budget niederschlägt. Aber selbstverständlich ist auch die Standesvertretung gefordert: In Zeiten wie diesen wirken Justament-Positionen gestrig. Aber die Lust, die Ansichten des Herrn Kräuter zu widerlegen, wird ja wohl unbändig sein.

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