Graf zu Hochschuldialog: Monolog-Sammlung bringt uns bildungspolitischen Zielen nicht näher

FPÖ-Wissenschaftssprecher schlägt ständigen Unterausschuss für tertiäre Bildung vor

Wien (OTS) - "Der Hochschuldialog ist nicht mehr als eine Sammlung von Monologen", zeigte sich FPÖ-Wissenschaftssprecher NAbg. Martin Graf enttäuscht. Von den Ministern Hahn und Schmied sei auch heute nicht mehr zu hören gewesen als die üblichen Absichtserklärungen:
"Eine Bereitschaft zu Sofortmaßnahmen war nicht einmal ansatzweise erkennbar." Für Graf ist es daher dringend nötig, die Bildungsdiskussion wieder ins Parlament zu verlegen. Zur Aufarbeitung der zahlreichen dringenden Materien schlägt Graf vor, einen ständigen Unterausschuss des Wissenschaftsausschusses zu bilden, der sich ausschließlich mit der tertiären Bildung beschäftigen soll.

"Es ist dringend nötig, die bildungspolitischen Ziele neu zu definieren", so Graf. Inhaltlich verweist er dabei auf den 12-Punkte-Plan der FPÖ, und hier insbesondere auf die Forderungen nach einem freien Hochschulzugang ohne Zugangsbeschränkungen, nach einer Oberstufenreform sowie nach dem Festhalten am Prinzip der forschungsgeleiteten Lehre: "Wir brauchen keine Klassenzimmer-Unis. Unsere Universitäten müssen Orte bleiben, an denen man frei forschen, lehren und lernen kann."

Ein wesentlicher Punkt sei auch eine rasche Evaluierung des Bologna-Prozesses. "Es darf nicht sein, dass dieses System jetzt für alle Studienrichtungen zwangsverordnet wird. Es gibt genug Anzeichen, dass die Umstellung auf das Bologna-System auch zahlreiche finanzielle Schwierigkeiten der Universitäten mit verursacht hat", so Graf. Davon unabhängig sei aber ein erneutes und auch zeitlich determiniertes Bekenntnis zum 2%-Ziel nötig: "Bis 2015 sollen 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die tertiäre Bildung aufgewendet werden, um den Bildungsstandort Österreich qualitativ abzusichern. Das bedeutet bis 2015 eine Universitäts-Milliarde."

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