- 24.11.2009, 14:32:07
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Nachhaltigkeitszertifikat für die Hardegg'sche Guts- und Forstverwaltung
Wien (OTS) - Die Hardegg'sche Guts- und Forstverwaltung aus
Seefeld-Großkadolz in Niederösterreich hat das
Nachhaltigkeitszertifikat der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft
(DLG) erhalten. Kern des DLG-Zertifikats "Nachhaltige Landwirtschaft
- zukunftsfähig" ist ein Indikatorensystem, das die Nachhaltigkeit
der Produktionssysteme in landwirtschaftlichen Betrieben bewertet,
das Nachhaltigkeitsprofil des Betriebes ermittelt und
Optimierungspotenziale in der Produktion kenntlich macht.
"Nachhaltige Landwirtschaft ist ökologisch tragfähig, ökonomisch
existenzfähig und sozial verantwortlich. Ich freue mich, dass die
Hardegg'sche Guts- und Forstverwaltung auf Grund ihres großen
nachhaltigen Engagements diese hohe Auszeichnung erhalten hat",
gratulierte Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe
Österreich heute, Dienstag.
Die Hardegg'sche Guts- und Forstverwaltung Betrieb hat im Rahmen
einer umfassenden Analyse die strengen DLG-Prüfkriterien erfüllt und
konnte von seinem hohen Nachhaltigkeitsstandard überzeugen.
Insbesondere die Indikatoren Energieintensität, Wassererosion und
Biodiversität ergaben eine sehr gute Bewertung. Der Betrieb umfasst
eine Gesamtfläche von 1.940 ha. Es werden Getreide (überwiegend
Winterweizen) sowie Hack- und Ölfrüchte angebaut. Der Tierbesatz
beträgt 0,8 Großvieheinheiten pro Hektar.
Mit dem DLG-Nachhaltigkeitszertifikat lässt sich Nachhaltigkeit in
der Landwirtschaft messen, wird im Management operationalisierbar und
über ein Zertifikat kommunizierbar. Das Zertifikat ist gültig für die
Erzeugung von Nahrungs- und Energiepflanzen ebenso wie für
konventionell und ökologisch wirtschaftende landwirtschaftliche
Betriebe. Optimierungspotenziale werden für jeden Einzelindikator,
zwischen den Indikatoren untereinander und für die Produktion
insgesamt sichtbar. Die Landwirte erhalten damit ein vorzügliches
Instrument für die eigene Betriebsanalyse sowie zur Kommunikation
innerhalb der Wertschöpfungskette und nach außen.
Die Handlungsfelder und Instrumente für nachhaltiges Wirtschaften
in der Landwirtschaft sind vielfältig. Neben der wirtschaftlichen
Organisation der Produktion hat Nachhaltigkeitsmanagement die
Aufgabe, die Qualität der erzeugten Produkte den Markterfordernissen
anzupassen und die natürliche Umwelt bei der Produktion zu schonen.
Landwirtschaftliche Betriebe verfolgen unter dieser Prämisse viele
Ziele. Dazu zählen zum Beispiel: Einkommen erwirtschaften,
hochwertige Rohstoffe für die Lebensmittel- und Energieproduktion
produzieren, natürliche Ressourcen schützen, Arbeitsplätze
bereitstellen und Rechtskonformität sicherstellen.
Der DLG-Nachhaltigkeitsstandard ist das Ergebnis eines gemeinsamen
Projektes der DLG, der TU-München, der Universität Halle und des
Instituts für Nachhaltige Landbewirtschaftung Halle. Das Projekt
wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU/Osnabrück)
unterstützt. Die Indikatoren wurden im Rahmen des Projektes von der
Arbeitsgruppe Nachhaltigkeitsindikatoren erarbeitet, die von der DLG
und der DBU eingesetzt wurde. Der Arbeitsgruppe gehören Experten
unterschiedlicher Disziplinen aus den Bereichen Wissenschaft und
Praxis an. Standpunkte von Experten aus gesellschaftlichen
Gruppierungen haben die Entwicklung des Indikatorensets ergänzt.
Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich, Karin Seifert
Tel. 01/533 02 27-17, Email: [email protected]
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