Grünewald zu Unis: "Flächenbrand ist nicht mit dem Gartenschlauch zu löschen"

34 Millionen sind Scheinaktion - Brauchen 200 Millionen Euro sofort und zwei Milliarden in den nächsten Jahren

Wien (OTS) - "Die 34 Millionen Euro sind nicht mehr als ein Ablenkungsmanöver. Die Regierung soll nicht glauben, dass sie damit einer Generaldebatte über Bildung in Österreich und der Lage an den Unis entgehen kann", kommentierte der Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald die Verteilung der 34 Millionen Euro aus der Ministerreserve. "Letztlich wird ein Flächenbrand mit dem Gartenschlauch nicht zu löschen sein. Wenn man bedenkt, das die Republik mindestens 40 Millionen Euro jährlich für die Journaldienste von ÄrztInnen an Universitätskliniken gibt und so letztlich die Gesundheitsversorgung der Länder mitfinanziert, erkennt man die kosmetische Größe dieser Morgengabe. Wir brauchen 200 Millionen Euro noch dieses Jahr und zwei Milliarden Euro in den nächsten Jahren", kritisiert Grünewald. "Behalten wir im Auge, dass von der UNIKO eine fehlende Milliarde eingemahnt wurde und die Mängel an Fakultäten und Instituten bekannt sind. Hier nur mit Studierenden-Zahlen zu argumentieren ist lediglich ein oberflächlicher Blick auf die universitäre Problematik" mahnt Grünewald.

"Die Probleme der Universitäten sind Probleme der Studierenden und der ForscherInnen und werden durch diese Maßnahmen nicht annähernd angegangen. Ich erwarte mir ein 'Forum neue, kritische Universität', welches mit ExpertInnen und Betroffenen die zukünftigen Pläne, Strategien und Handlungen der Politik kritisch und innovativ begleiten soll. Der Dialog darf nicht zum Monolog und zur Belehrung der Widerspenstigen werden, sondern kann maximal der Anfang eines nachhaltigen Prozesses der Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und Zielen von Universitäten, Fachhochschulen und den Ansprüchen der Gesellschaft sein", fordert Grünewald.

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