- 16.11.2009, 10:28:03
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Neuer Geschäftsführer für Greenpeace International
Langjähriger Menschenrechtsaktivist Kumi Naidoo löst Gerd Leipold ab
Johannesburg/Wien (OTS) - In seiner Antritts-Pressekonferenz als
neuer Geschäftsführer von Greenpeace International forderte der
bekannte südafrikanische Menschenrechtsaktivist Dr. Kumi Naidoo in
Johannesburg alle Staatschefs eindringlich auf, an der demnächst
stattfindenden UN-Weltklimakonferenz in Kopenhagen teilzunehmen. Nur
so könne die historische Chance wahrgenommen werden, sich über einen
ambitionierten, gerechten und bindenden Vertrag zum Schutz des
Erdklimas einig zu werden.
"Die Klimakonferenz in Kopenhagen stellt die einzigartige
Möglichkeit dar, mit einem entsprechend mutigen Abkommen das
Klimachaos doch noch abzuwenden", sagte Naidoo. "Denn nur ein
wirklich einschneidendes Ergebnis kann in naher Zukunft endlose
Klimaflüchtlingsströme, Dürrekatastrophen und schreckliche
Hungersnöte verhindern", so der neue Geschäftsführer von Greenpeace
International.
Geboren 1965 in Südafrika, begann Kumi Naidoo schon in jungen
Jahren, eine zentrale Rolle im Kampf gegen das damalige
Apartheid-Regime einzunehmen. Polizeiliche Schikanen und laufende
Verhaftungen zwangen ihn Ende der 1980er, sein Heimatland zu
verlassen. Mithilfe eines Rhodes-Stipendiums absolvierte Naidoo ein
Studium der Politischen Soziologie an der Universität von Oxford und
kehrte anschließend nach Südafrika zurück.
Größere internationale Bekanntheit erlangte Naidoo schließlich in
den rund zehn Jahren als Generalsekretär und Geschäftsführer der in
Südafrika beheimateten zivilgesellschaftlichen Organisation "CIVICUS:
World Alliance for Citizen Participation". 2005 fungierte er zudem
als Gründungsmitglied des "Global Call to Action against Poverty
(GCAP)", einer gemeinnützigen Organisation, die sich in über hundert
Ländern der Welt gegen Armut sowie Hunger und für die
Gleichberechtigung aller Menschen einsetzt. Deren stellvertretender
Vorsitzender ist Naidoo auch bis heute geblieben - denn er weiß, wie
sehr Armut und Umweltzerstörung einander bedingen.
"Die Arbeit von Greenpeace habe ich bereits als junger
Anti-Apartheid-Aktivist in Südafrika bewundert", räumt der
charismatische Soziologe ein, der Greenpeace zuletzt als
Vorstandsmitglied in Afrika näherkam und nun Gerd Leipold in der
Amsterdamer Zentrale der Umweltorganisation nachfolgt. "Es ist dieser
Mix aus Leidenschaft und Pragmatismus, der nicht nur inspirierend
ist, sondern vor allem zu den dringend notwendigen Veränderungen auf
unserem Planeten führt. Für mich ist Greenpeace einfach einer der
wertvollsten Aktivposten, den die Welt besitzt. Und als solcher
spielt diese Organisation eine entscheidende Rolle dabei, die
verhängnisvolle Entwicklung auf unserer Erde zu korrigieren", so Kumi
Naidoo bei seinem ersten medienöffentlichen Greenpeace-Auftritt.
Rückfragehinweis:
und Fotomaterial:
Attila Cerman, Greenpeace CEE; Tel.: +43 664 3435354
Dietlind Lerner, Greenpeace International; Tel.: +31 646 162026
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