ARBÖ: Autofahrer in Österreich haben ihre Kioto-Hausaufgaben gemacht

Aber veralterte Statistik ignoriert die massiven Fortschritte von 2008 und 2009

Wien (OTS) - Die Autofahrer in Österreich haben ihre Kioto-Hausaufgaben gemacht, sind deutlich weniger gefahren, haben massiv CO2-freundliche Kleinwagen gekauft und sind im Namen der Umwelt seit Jahren massiv zur Kassa gebeten worden, stellt Mag. Lydia Ninz, Leiterin der ARBÖ-Interessensvertretung und Öffentlichkeit fest: "Aber die jetzt diskutiere Kioto-Statistik ist zwei Jahre alt und geht auf das Jahr 2007 zurück. Sie ignoriert also völlig die rasanten Forschritte, die vor allem im Pkw-Bereich in der Zwischenzeit erzielt wurden. Nach Schätzung des ARBÖ sind die CO2-Emissionen durch die im Jahr 2008 und 2009 bereits realisierten Maßnahmen im Straßenverkehr im Inland um weitere 10 Prozent oder um 2,6 Millionen Tonnen zurückgegangen."

Zur Erinnerung: Diskutiert werden derzeit die Zahlen aus dem Jahr 2007, das noch außerhalb der Kioto-Periode liegt. Denn die Kioto-Periode umfasst die Jahre 2008 bis 2012. Das Kioto-Ziel von 68,8 Millionen Treibhausgas-Äquivalente muss im Durchschnitt dieser fünf Jahre erreicht werden. Es zählt also nicht gleich das erste Jahr, sondern es kann durchgerechnet werden.

Der ARBÖ listet zunächst auf, was 2008 und 2009 im Verkehrsbereich geleistet wurde, um die CO2-Emissionen des Verkehrs in Österreich zu drosseln. Diese Leistungen sich aber logischerweise nicht in den Klimabericht für das Jahr 2007 niederschlagen.

2008:
* Treibstoffverbrauch um 3,75 Prozent gesunken (Es wurde weniger gefahren, Spritsparkurse, u.a. beim ARBÖ)
* Erstmals das gesamte Jahr lang Zumischung von Ethanol zu Benzin
* CO2-Ausstoß neu zugelassener Pkw von 169 auf 159 g/km gesunken (CO2-Malus bei NoVA seit Juli 2008)

2009:
* Treibstoffverbrauch neuerlich um drei Prozent gesunken (krisenbedingt)
* Aufstockung Bio-Anteil bei Diesel von 4,9 auf 6,9 Prozent
* 30.000 Uraltautos durch Verschrottungsprämie in CO2-arme Autos eingetauscht
* Schon 71 Prozent der neu gekauften Autos mit weniger als 160 g/km CO2 Aussstoß in den ersten zehn Monaten
* Über 90 Prozent der neue gekauften Diesel-Pkw mit Dieselpartikelfilter

Für 2010 sind bereits weitere Schritte in der Pipline:
* NoVA-Malus für neue Autos wird von 180 auf 160 g/km gesenkt
* Ökologisierung der Lkw-Maut

Streng genommen wären in diese Liste auch die CO2-sparenden Maßnahmen aufzunehmen, die durch den Klimafonds seit 2008 ausgelöst wurden - schließlich kommt das Geld für den Klimafonds aus den Taschen der Autofahrerinnen und Autofahrern, die seit Mitte 2007 eine massive Erhöhung der Mineralölsteuer zu schlucken hatten und die sich bei jedem einzelnen getankten Liter bis heute auswirkt.

Zur Erinnerung: Schon seit 2004 wurden die Autofahrer in Österreichs im Namen der Umwelt ständig zur Kassa gebeten:

2004: Erhöhung der Mineralölsteuer wegen vorzeitiger Entschwefelung (+240 Mio. Euro jedes Jahr!)
2005 Juli, Bonus Malus bei NoVA für Diesel-Pkw mit/ohne Dieselpartikelfilter
2005: Oktober, Beimischung biogener Anteile zu Diesel, "Biodiesel" (+148 Mio. Euro)
2007: Massive Erhöhung der Mineralölsteuer aus Umweltgründen (+437 Mio. Euro, Jahr für Jahr)
2007: Oktober, Beimischung biogener Anteile zu Benzin (Ethanol) (+50 Mio. Euro)

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