• 15.11.2009, 10:07:36
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Krankenkassen: Wirtschaft zahlt Beiträge zu 100 Prozent!

Unternehmen sind keine säumigen Beitragszahler - Insolvenzentgeltfonds haftet für mögliche Ausfälle - Arbeitgeberbeiträge an Krankenkassen sind sicher

Wien (OTS) - "Die Wirtschaft ist und bleibt der größte
Beitragszahler des österreichischen Gesundheitswesens. Meldungen, die
darauf hinauslaufen, die heimischen Betriebe als säumige
Beitragszahler darzustellen, sind eine schlichte Irreführung",
betonte heute, Sonntag, der Leiter der Sozialpolitischen Abteilung
der Wirtschaftskammer Österreich, Martin Gleitsmann in Hinblick auf
den gestrigen Bericht in der Zeit im Bild (ORF). Offene Beiträge
wurden und werden nahezu zur Gänze, nämlich zu mehr als 99 Prozent an
die Krankenkassen überwiesen. Dies belegen offizielle Statistiken
und Zeitreihen der letzten Jahre, nach denen die Arbeitgeberbeiträge
Jahr für Jahr zu nahezu 100 Prozent an die Krankenkassen überwiesen
werden.

Dass die Krankenkassen auf Beiträgen insolventer Unternehmen
sitzen bleiben würden, dazu stellt Gleitsmann folgendes klar: "In
diesen Fällen kommt der Insolvenzentgeltfonds zum Tragen, der für
entsprechende Ausfälle haftet und wiederum von Arbeitgeberseite, also
von den Unternehmen, gespeist wird." Dies sei insofern in der
aktuellen Situation von Bedeutung, als die Krise vielfach erst jetzt
auf kleine und mittlere Unternehmen durchschlage und manche Betriebe
mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben. "Die
Arbeitgeberbeiträge an das Gesundheitswesen sind also vollkommen
sicher", so Gleitsmann.

Der nun propagierte "Schuldenstand" dürfe nicht nur im Lichte
eines Stichtages gesehen werden. Denn stichtagsbezogene Werte, wie
die nun veröffentlichten, seien jedenfalls völlig ungeeignet, um
Aussagen über die Zahlungsmoral der Unternehmer zu treffen.
Beitragsvorschreibungen bzw. -einnahmen können immer nur auf einen
Zeitraum bezogen, niemals aber auf einen Stichtag bezogen beurteilt
werden. Ein völlig falsches Argument wie dieses werde jedenfalls
nicht richtiger, wenn es oftmals wiederholt werde. Die Fakten liegen
auf dem Tisch und daran sollte man sich orientieren, gerade im
Interesse des heimischen Gesundheitswesens, so Gleitsmann
abschließend. (us)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit, Dr. Martin Gleitsmann, Tel.: T:+43 (0)5 90 900 4286, Fax:+43 (0)5 90 900 3588

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