Wirtschaftskammer: Flüssigkeitsverbot im Handgepäck muss fallen

WKÖ-Grubmann sieht wichtigen Vorstoß des Europaparlaments für Reiseerleichterung bei Flügen - nun liegt Ball bei EU-Kommission

Wien (OTS/PWK868) - "Sehr positiv" sieht die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) den Vorstoß des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments in Richtung passagierfreundlicherer Sicherheitsbestimmungen für das Handgepäck bei Flügen. Seit November 2006 gelten auf allen Flügen, die von Flughäfen im EU-Raum sowie von Norwegen, der Schweiz und Island abgehen, verschärfte Regeln. Völlig harmlose Reisemitbringsel wie Parfums, Spirituosen und sonstige Flüssigkeiten im Handgepäck, die mehr als 100 ml beinhalten, werden beschlagnahmt, ohne dass die Passgiere darin einen Sinn erkennen.

"Dieser unsinnigen Regelung muss endlich der Garaus gemacht werden", fordert Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich. "Auch die Wirtschaft ist für die bestmöglichen Sicherheitsvorkehrungen. Maßnahmen zur Terrorbekämpfung im Flugverkehr müssen aber in einem adäquaten Verhältnis zum Nutzen stehen."

Die verschärften Flüssigkeitsregelungen am Flughafen Wien hätten zur Folge, dass zusätzliches Personal für Sicherheitskontrollen eingestellt werden musste. "Das alles für eine Maßnahme, deren Effizienz mehr als fraglich ist und die der Luftfahrtbranche, die ohnehin mit großen Problemen zu kämpfen hat, mehr geschadet als genutzt hat", so Hochhauser. "Das Flüssigkeitsverbot im Handgepäck muss fallen."

Die von den Europaparlamentariern geforderte möglichst rasche phasenweise Einführung eines Screenings auch für Flüssigkeiten ist aus Sicht der Wirtschaftskammer ein Schritt in die richtige Richtung. Wichtig ist, dass bei jeder neuen Lösung das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vordergrund steht.

Nun liegt der Ball bei der EU-Kommission, die in den nächsten Wochen einen konkreten Vorschlag für eine neue Handgepäcksregelung bei Flügen vorlegen wird "Es besteht rascher Handlungsbedarf, denn die derzeitige Regelung ist eine Zumutung - für die Fluggäste und für die Flughäfen", so Hochhauser abschließend. (SR)

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