• 12.11.2009, 10:08:34
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Erneuerbare Energie in der Türkei: Top-Chancen für österreichische Firmen

Erfolgs-Stories krönen Türkei-Veranstaltungen der Außenwirtschaft Österreich

Wien (OTS/PWK865) - Die Außenhandelsstelle Ankara veranstaltete
vom 3. - 6. November einen Austria Showcase - Der Türkische Markt für
Erneuerbare Energien - in Ankara und Istanbul sowie zeitgleich eine
Katalogausstellung an der Erneuerbaren Energiemesse RENEX. Im Vorfeld
wurde eine Studie zu Geschäftsmöglichkeiten im Erneuerbaren
Energiebereich erstellt und in Österreich präsentiert.

"Nachdem zu Beginn des kommenden Jahres mit einer Novelle des
Gesetzes für Erneuerbare Energien gerechnet wird, die zu einer
substantiellen Anhebung der Erzeugertarife führen sollte, kommt die
Veranstaltung in der Türkei gerade rechtzeitig", zeigte sich Richard
Bandera, österreichischer Handelsdelegierter in Ankara überzeugt. Die
insgesamt 12 teilnehmenden österreichischen Unternehmen konnten sich
bei Ihren Gesprächsterminen mit türkischen Institutionen,
Energieinvestoren und Financiers von den Geschäftsmöglichkeiten in
diesem 72 Mio. Einwohnermarkt, dessen Energiebedarf sich bis 2020
verdoppeln wird, persönlich überzeugen. Profitieren konnten die
österreichischen Teilnehmer von der Vormachtstellung der
österreichischen Kraftwerkswirtschaft, die schon in der Vergangenheit
zum Top-Ausrüster in der Türkei avanciert ist.

Während der Veranstaltung konnten bereits erste Erfolge
verzeichnet werden. So erhielt die oberösterreichische Firma Fronius
International bereits einen ersten Probeauftrag zur Ausrüstung von 30
MW Solarkollektoren. Auch die Kärntner Kioto Photovoltaics konnte die
Bestellung einer Testanlage seitens des österreichisch-türkischen
Joint-Ventures von Verbund und Sabanci - EnerjiSA erhalten und führte
mit einem der größten Investoren in der Südosttürkei bereits erste
Gespräche. Die durch den Bau der Ölpipeline Baku-Tiflis-Ceyhan in der
Türkei bekannte Innsbrucker ILF Beratende Ingenieure ZT Gesellschaft
kehrte mit einem Planungsauftrag in Höhe von 100.000 Euro zurück,
Strabag steht nach der Reise im Gespräch, fünf Staustufen einer
Wasserkraftwerkskaskade zu errichten und die Kärntner Bären Batterien
konnten das 940 MW Gaskraftwerk Bandirma mit einer der größten
Batterieanlagen beliefern.

Zwar ist die Weltfinanzkrise auch an der Türkei nicht spurlos
vorübergegangen, allerdings rechnet man im kommenden Jahr bereits
wieder mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent.
"Damit sollte die für 2008 angepeilte Milliardengrenze
österreichischer Exporte in die Türkei spätestens 2011 überschritten
werden können", so Bandera vorsichtig optimistisch.

Ein Quantensprung ist bei den österreichischen Investitionen in
der Türkei gelungen. Während 2002 noch von einem österreichischen
Investitionsvolumen von 150 Mio. Euro in der Türkei ausgegangen
wurde, konnte innerhalb von sieben Jahren eine "Verfünfzehnfachung"
erzielt werden und Österreich vom 25. auf den 10. Platz der größten
Investoren des Landes vorrücken. Unter Berücksichtigung des "Bank
Austria-Effektes", durch den Österreich 2008 zum Shareholder der Yapi
Kredi-Aktien avanciert ist, gehört Österreich zu den 3
einflussreichsten ausländischen Investoren in der Türkei. Falls
Verbund und OMV ihre Investitionspläne unvermindert umsetzen, könnte
Österreich bald zum zweitgrößten Investor avancieren. Im ersten
Halbjahr 2009 rangierte unser Land bereits an 1. Stelle in der
türkischen FDI Statistik. (ES)

Rückfragehinweis:
Außenhandelsstelle Ankara
Mag. Richard Bandera
Tel.: +90 312 2192141 DW 20
mailto:[email protected]

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