Gute Entwicklung der "Kleinen" vor Beginn der Finanzkrise

Wien (OTS) -

  • Betriebliche Einnahmen im Durchschnitt bei rd. Euro 200.800,- p.a.
  • Buchmäßige Rentabilität: 14,5 % der Einnahmen
  • Erzielter Unternehmerlohn mit rd. Euro 29.000,- jedoch zu gering
  • Wachstums- und Rentabilitätsverbesserung gegenüber dem Vorjahr

Die Einnahmen-/Ausgabenrechnung ist ein vereinfachtes Buchführungssystem, das dann angewandt werden darf, wenn keine gesetzliche Verpflichtung zur Bilanzierung besteht und Bücher auch nicht freiwillig geführt werden. Derzeit liegt der Schwellenwert bei Euro 400.000,- Jahresumsatz, in Zukunft bei Euro 700.000,-.

Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der KMU FORSCHUNG AUSTRIA von knapp 20.600 Einnahmen-/Ausgabenrechnungen österreichischer Betriebe der marktorientierten Wirtschaft (exklusive Holdings und Realitätenwesen) zeigen, dass die heimischen Einnahmen- und Ausgabenrechner im Jahr 2007 im Durchschnitt betriebliche Einnahmen in Höhe von rd. Euro 200.800,- erzielten. Der Anteil an Wareneinsatz und Fremdleistungen dieser Firmen beträgt rd. 31 %.

Das buchmäßige Ergebnis nach Finanzerfolg belief sich im Jahr 2007 auf durchschnittlich rd. 14,5 % der betrieblichen Einnahmen. Unter Berücksichtigung eines kalkulatorischen Unternehmerlohns (in Höhe von rd. Euro 34.200,-) war das Ergebnis 2007 jedoch negativ (rd. -2,6 %). Mit anderen Worten konnten die Betriebe den angesetzten Unternehmerlohn im Durchschnitt nicht zur Gänze erwirtschaften. Die tatsächlich erzielten Gewinne entsprachen 2007 einem durchschnittlichen Unternehmerlohn von rd. Euro 29.000,-. Im Jahr 2006 lag der Wert etwas darunter; bei rd. Euro 28.800,-.

Eine Kohortenauswertung von rd. 13.100 Einnahmen-/Ausgabenrechnungen für die Jahre 2006 und 2007 zeigt, dass knapp ein Drittel der Betriebe zwischen 2006 und 2007 sowohl die betrieblichen Einnahmen als auch das kalkulatorische Ergebnis nach Finanzerfolg um mehr als 5 % erhöhen bzw. verbessern konnte. Demgegenüber stehen rd. 18 % der betrachteten Einnahmen-/Ausgabenrechner, bei denen gleichzeitig die Umsätze um mehr als 5 % gesunken sind und das Ergebnis sich um mehr als 5 % verschlechtert hat.

In 12 % bzw. 15 % der Betriebe kam es zwischen 2006 und 2007 zu einer Verschlechterung des Ergebnisses nach Finanzerfolg, obwohl die betrieblichen Einnahmen annähernd gleich blieben oder sich sogar erhöht haben. Andererseits kam es in 9 % bzw. 7 % der Betriebe, die einen Einnahmen-/Ausgabenrechnung führten, zu steigenden Renditen bei gleichbleibendem bzw. sinkendem Umsatz. Sehr gering war der Anteil jener Betriebe, in denen sich das Ergebnis nach Finanzerfolg zwischen 2006 und 2007 um weniger als 5 % verändert hat (6 %). (siehe Grafik im Anhang)

"Insgesamt zeigt sich, dass auch viele Kleinstbetriebe bei "normalen" konjunkturellen Entwicklungen mehrheitlich ein deutliches Wachstum aufweisen und in der Lage sind, in solchen Wachstumsphasen auch eine markante Ergebnisverbesserung zu erreichen", so Mag. Peter Voithofer, Direktor der KMU FORSCHUNG AUSTRIA.

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Mag. Peter Voithofer
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