- 11.11.2009, 10:41:17
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Wöginger: Die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten ist eine wesentliche Weichenstellung für soziale Gerechtigkeit
Unterschiede sind nicht mehr zeitgemäß
Wien (OTS) - "Der ÖAAB setzt mit der Forderung einer
Gleichstellung von Arbeitern mit Angestellten den erfolgreichen Weg,
eine moderne und soziale Arbeitnehmerorganisation zu sein, fort", so
ÖVP-Sozialsprecher Abg.z.NR August Wöginger anlässlich des
ÖAAB-Vorstoßes von Generalsekretärin Dr. Beatrix Karl im heutigen
Ö1-Morgenjournals erfreut.
"Es gibt immer noch deutliche Unterschiede zwischen Arbeitern und
Angestellten bei den Kündigungsfristen und bei der Entgeltfortzahlung
im Krankheitsfall. Auch bei den Entlassungsgründen wird bei Arbeitern
immer noch die Gewerbeordnung aus dem Jahr 1859 herangezogen. Das ist
nicht mehr zeitgemäß", kritisiert Wöginger.
Während Angestellte abhängig von der Dauer ihrer Beschäftigung vom
Arbeitgeber nur unter der Einhaltung einer Mindestkündigungsfrist von
sechs Wochen zu bestimmten Kündigungsterminen gekündigt werden
dürfen, kann das Arbeitsverhältnis bei vielen Arbeitern trotz
längerer Beschäftigung oftmals mit nur sehr kurzer Frist, manchmal
ein Tag, zum Ende der Arbeitswoche gelöst werden.
Als "Gebot der Stunde" bezeichnet der Sozialsprecher deswegen die
Gleichstellung. Diese sei rasch vorzunehmen. "Die Probleme, die die
Situation im Falle der Schließung von einigen Schulen aufgrund der
neuen Grippe für Arbeiter bringen, müssen behoben werden", so
Wöginger. "Es kann nicht sein, dass wir in diesem Bereich immer noch
differenzieren. Die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten
ist ein Akt der sozialen Gerechtigkeit", so der Sozialsprecher.
Wöginger begrüßt die Reaktion Hundstorfer und hofft, dass der
zuständige Sozialminister möglichst rasch einen entsprechenden
Gesetzesentwurf vorlegen wird.
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