• 04.11.2009, 12:43:54
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Küberl zu GuKG-Novelle: "Durchbruch bei der Betreuung von Menschen mit Behinderung"

Neuregelung bringe Menschen mit Behinderung mehr Lebensqualität, betont der Caritas-Präsident.

Wien (OTS) - Als "kleinen Schritt für den Gesetzgeber, aber
großen Schritt in Richtung mehr Normalität in den Wohn- und
Lebensräumen von Menschen mit Behinderung" bezeichnet
Caritas-Präsident Franz Küberl die Novelle zum Gesundheits- und
Krankenpflegegesetz (GuKG). Hier sei ein "echter Durchbruch"
gelungen, freut sich Küberl. Denn: "Die Neuregelung bringt Menschen
mit Behinderung mehr Lebensqualität.

Die Novelle zum Gesundheits- und Krankenpflegegesetz wurde am
gestrigen Dienstag samt Abänderungsantrag im Gesundheitsausschuss
des Nationalrats beschlossen. Demnach sind nun alle Fachkräfte in der
Begleitung und Betreuung von Menschen mit Behinderung berechtigt,
nach einer Zusatzausbildung ihre KlientInnen auch beim An- und
Ausziehen, bei der Toilette oder der Nahrungsaufnahme zu
unterstützen.

Der gestern im Gesundheitsausschuss beschlossene Abänderungsantrag
sieht nunmehr vor, dass alle Personen, die bei behördlich genehmigten
Einrichtungen der Behindertenbetreuung beschäftigt sind und Menschen
mit Behinderung in Gruppen von maximal 12 Personen ganzheitlich
begleiten und betreuen, das Ausbildungsmodul "Unterstützung in der
Basisversorgung" machen dürfen. Küberl: "Die absurde Situation, dass
nur Personen der Sozialbetreuungsberufe dieses Ausbildungsmodul
machen durften, ist nun endlich vorbei. MitarbeiterInnen, die
verschiedene Ausbildungen abgeschlossen haben, können jetzt auch
tatsächlich im Team arbeiten. Das wird dem Alltag viel mehr gerecht
und nützt allen Beteiligten."

"Eine Wohngruppe oder eine Tagesstätte ist kein Minikrankenhaus
und behinderte Menschen sind auch nicht per se krank. Daher war es
hoch an der Zeit, das GuKG in diesem Bereich den realen Bedürfnissen
und der Lebenssituation der Menschen anzupassen", unterstreicht der
Caritas-Präsident.

Küberl abschließend: "Die MitarbeiterInnen im
Gesundheitsministerium haben hohe Sensibilität und Lösungskompetenz
bewiesen. Und die Regierungsparteien zeigen mit dieser Novelle in
wohltuender Weise Sachorientierung. Nachahmung empfohlen."

Rückfragehinweis:

Mag.Silke Ruprechtsberger
   Caritas Österreich - Kommunikation
   Albrechtskreithgasse 19-21, A-1160 Wien
   Tel: +43 1/488 31-417
   Mobil: 0664/82 66 909
   Fax: +43 1/488 31-9400
   mailto:[email protected]
   www.caritas.at

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