Neues Volksblatt: "Unwürdig" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 31. Oktober 2009

Linz (OTS) - Die Situation an Österreichs Universitäten ist unbefriedigend. Es gibt zu wenige Lehrer für zu viele Studenten, das kann zu Verzögerungen im Studium führen.
Viele Studenten, nicht nur linke, sind frustriert.
Es ist daher ein positives Signal, dass Wissenschaftsminister Johannes Hahn einen Teil seiner finanziellen Reserven opfern und den Universitäten für 2010 zusätzliche 34 Millionen Euro zur Verfügung stellen will. Darüber hinaus will der Minister alle Betroffenen an einem Runden Tisch zusammenholen.
Den protestierenden Studenten stünde es jetzt gut an, die besetzten Hörsäle zu für jene zu räumen, die studieren wollen.
Doch die - vor allem linken - Protestierer fühlen sich bestärkt, seit sich Bundeskanzler Werner Faymann mit ihnen solidarisiert hat, und mit ihm die SPÖ. Faymann hat in das Feuer hineingeblasen und damit die Löscharbeiten erschwert. Auch nach dem Einlenken Hahns hat der SPÖ-Chef keinen Versuch zur Deeskalierung gemacht. Dunsten lassen! scheint die Devise.
Natürlich kann man mit 34 Millionen Euro nicht die Probleme der Universitäten lösen. Aber einen Minister im Regen stehen zu lassen, der sich ernsthaft um eine Lösung bemüht, ist eines Bundeskanzlers unwürdig.

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