- 30.10.2009, 19:49:11
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Neues Volksblatt: "Unwürdig" (von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 31. Oktober 2009
Linz (OTS) - Die Situation an Österreichs Universitäten ist
unbefriedigend. Es gibt zu wenige Lehrer für zu viele Studenten, das
kann zu Verzögerungen im Studium führen.
Viele Studenten, nicht nur linke, sind frustriert.
Es ist daher ein positives Signal, dass Wissenschaftsminister
Johannes Hahn einen Teil seiner finanziellen Reserven opfern und den
Universitäten für 2010 zusätzliche 34 Millionen Euro zur Verfügung
stellen will. Darüber hinaus will der Minister alle Betroffenen an
einem Runden Tisch zusammenholen.
Den protestierenden Studenten stünde es jetzt gut an, die besetzten
Hörsäle zu für jene zu räumen, die studieren wollen.
Doch die - vor allem linken - Protestierer fühlen sich bestärkt, seit
sich Bundeskanzler Werner Faymann mit ihnen solidarisiert hat, und
mit ihm die SPÖ. Faymann hat in das Feuer hineingeblasen und damit
die Löscharbeiten erschwert. Auch nach dem Einlenken Hahns hat der
SPÖ-Chef keinen Versuch zur Deeskalierung gemacht. Dunsten lassen!
scheint die Devise.
Natürlich kann man mit 34 Millionen Euro nicht die Probleme der
Universitäten lösen. Aber einen Minister im Regen stehen zu lassen,
der sich ernsthaft um eine Lösung bemüht, ist eines Bundeskanzlers
unwürdig.
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