- 28.10.2009, 10:51:41
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Attac: "Universitäten sind keine Unternehmen"
Attac Österreich erklärt sich mit Uni-Protesten solidarisch
Wien (OTS) - Attac Österreich ermutigt die Studierenden, die sich
für mehr Demokratie und ausreichende Finanzierung der öffentlichen
Hochschulen einsetzen, ihren Protest fortzusetzen.
"Universitäten sind keine Unternehmen. Die Universitäten müssen
ein Ort emanzipatorischer Bildung sein, welche die Demokratie stärkt
und die Antworten auf die sozialen und ökologischen Herausforderungen
der Gesellschaft findet. Die Vorbereitung des Hochschulsektors auf
Liberalisierung und Privatisierung ist ein katastrophaler Fehler.
Eine Ausbildung, welche ausschließlich durch Wirtschaftsinteressen
und "Wettbewerbsfähigkeit" definiert wird, greift zu kurz", erklärt
Christian Felber von Attac Österreich. Attac kritisiert daher den
EU-Bologna-Prozess sowie die GATS-Liberalisierung in der WTO, welche
die europa- bzw. weltweite Standardisierung der Bildung im Dienste
der Wirtschaft regeln.
Anstatt die Universitäten kaputt zu sparen sollten sie finanziell
besser ausgestattet und die gesellschaftliche und studentische
Mitbestimmung auf allen Ebenen ausgebaut werden. Das Hochschulbudget
sollte von derzeit rund 1 Prozent des BIP (2,7 Milliarden Euro)
mittelfristig verdoppelt werden. Eine einprozentige Vermögenssteuer
auf die Netto-Geldvermögen der Privathaushalte (270 Milliarden Euro)
könnte diese hochrentable Zukunftsinvestition finanzieren.
"Studiengebühren erhöhen die soziale Selektion beim
Universitätszugang und sind daher abzulehnen. Bildung muss auch
Menschen aus so genannten "bildungsfernen Schichten" uneingeschränkt
offen stehen", fordert Felber.
Rückfragehinweis:
David Walch, Attac-Pressesprecher
Tel.: 01/544 00 10, 0650/544 00 10
mailto:[email protected], www.attac.at
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