- 22.10.2009, 10:45:25
- /
- OTS0103 OTW0103
Weltklimakonferenz in Kopenhagen - CO2-Kennzeichnung in Österreich
Initiative für einheitliche Regelung zwischen Lebensmittelhandel und Umweltschutzorganisationen
Wien (OTS) - Im Vorfeld der Weltklimakonferenz von Kopenhagen
schlug Greenpeace heute im Rahmen einer Pressekonferenz eine
gemeinsame Initiative von Lebensmittelhandel und
Umweltschutzorganisationen zur CO2-Kennzeichnung von Produkten vor.
Mit einer koordinierten Vorgangsweise könnte dem Konsumentenwunsch
nach einer einheitlichen und transparenten Lösung entsprochen werden.
"Der Lebensmittelhandel würde ebenfalls profitieren, wenn ein
unkontrollierter Wildwuchs an Kennzeichnungen frühzeitig unterbunden
werden kann", erläuterte Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit.
Laut einer Eurobarometer-Studie vom April 2009 wünschen sich 85
Prozent der Österreicher und Österreicherinnen eine Kennzeichnung der
Treibhausgasemissionen von Produkten. Bei der Kaufentscheidung steht
für so gut wie alle österreichischen Konsumenten und Konsumentinnen
die Qualität an erster Stelle. Danach folgt für neunzig Prozent der
österreichischen Konsumenten die Auswirkung eines Produktes auf die
Umwelt und ist damit sogar wichtiger als der Preis oder die Marke.
Damit liegen die Österreicher deutlich über dem europäischen
Durchschnitt (83 Prozent). "Es gibt klare Belege dafür, dass die
Einführung eines unabhängigen CO2-Siegels von österreichischen
Konsumenten als sehr wichtig empfunden wird", ergänzte Greenpeace
Konsumenten-Sprecherin Claudia Sprinz.
Weltweit führende Handelsunternehmen wie Wal-Mart (USA), Tesco
(UK), Casino (Frankreich) oder Migros (Schweiz) haben bereits
Initiativen zu CO2-Kennzeichung gesetzt. In Deutschland gab es ein
Pilotprojekt von Handel und Herstellern zur CO2-Kennzeichnung von
Produkten, an der sich Unternehmen wie REWE, DM, Frosta, Henkel,
Tchibo oder Tengelmann beteiligt haben.
In Österreich hat Zurück zum Ursprung eine Pionierrolle bei der
CO2-Kennzeichung von Lebensmitteln eingenommen. Dass die biologische
Landwirtschaft nach den Richtlinien von Zurück zum Ursprung
zahlreiche Ansatzpunkte für den Klimaschutz bietet, zeigt sich am
Ergebnis: Beim aktuellen Zurück zum Ursprung-Jahresabsatz werden
12.350 Tonnen an CO2-Äquivalenten gegenüber herkömmlichen Produkten
eingespart. Dies entspricht sechzehn Millionen LKW-Kilometern - das
sind vierhundert Erdumrundungen am Äquator. "Den Klimawandel zu
stoppen, ist in unserer Hand - und damit auch unser aller Zukunft.
Schon allein deshalb macht es mir Freude, mich in Kooperation mit
Greenpeace anzustrengen und Lösungen für jeden von uns zu erarbeiten
- Lösungen, wie wir die Schadstoff-Emissionen minimieren können",
sagte Werner Lampert, Bio-Pionier und Initiator von Zurück zum
Ursprung.
Rückfragehinweis:
Attila Cerman, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-3435354
Claudia Sprinz, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-6126731
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP






