- 20.10.2009, 14:40:28
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Bundeskanzler Faymann und Staatssekretär Ostermayer bestellen neue Bioethikkommission
Christiane Druml bleibt Vorsitzende
Wien (OTS) - In einem feierlichen Festakt übergaben heute
Bundeskanzler Werner Faymann und Staatssekretär Josef Ostermayer die
Bestellungsschreiben der Bioethikkommission. Diese wurde im Jahr 2001
erstmals eingerichtet und wird jeweils für die Dauer von zwei Jahren
bestellt.
Der Vorsitz der 5. Amtsperiode von 2009 bis 2011 bleibt bei der
Wiener Medizinethikerin Christiane Druml, der Genetiker Markus
Hengstschläger und der Philisoph Peter Kampits wurden als deren
Stellvertreter bestellt.
Bundeskanzler Werner Faymann, der sich unmittelbar vor der
Verleihung mit dem Gastredner, dem austro-amerikanischen Chemiker
Carl Djerassi, dem Entwickler der Antibabypille, zu einem Gespräch
über ethische Fragen traf, brachte in seinem Eröffnungsstatement
seine große Wertschätzung für die Arbeit der Bioethikkommission zum
Ausdruck.
Nur durch Beratung zwischen den einzelen Disziplinen könne es
gelingen, Wissenschaft mit Moral und Ethik in Einklang zu bringen.
"Die Zukunft Österreichs wird maßgeblich von den Fortschritten im
Bereich von Forschung, Wissenschaft und Bildung geprägt", sagte
Faymann. "Wir werden unseren Wohlstand und unser Sozialsystem, auf
das wir in Österreich zurecht stolz sind, nur dann sichern können,
wenn wir uns auf Wettbewerb und neue Ideen einlassen."
Der Bundeskanzler bedankte sich abschließend für den Austausch
zwischen der Kommission und der Politik und für die gute
Zusammenarbeit.
Staatssekretär Ostermayer überreichte anschließend allen Mitgliedern
ihre Ernennungsdekrete und unterstrich, dass 48 Prozent der
Kommission von Frauen gestellt werden.
Er hieß Carl Djerassi von der Stanford University, USA), als
"berühmtesten lebendigen Chemiker auf der Welt" in Wien willkommen.
Dieser hatte sich selbst in seiner Autobiografie als "Mutter der
Pille" bezeichnet und zähle auch die synthetische Herstellung von
Cortison zu seinen Erfolgen. Ostermayer verwies auf über 1200
Veröffentlichungen von Djerassi und unterstrich, dass der
Wissenschafter durch regelmäßige Vorträge in Schulen seine Expertise
auch an die heutige Jugend herantrage.
Aufgabe der Bioethikkommission ist es, den Bundeskanzler in allen
gesellschaftlichen und rechtlichen Fragen aus ethischer Sicht zu
beraten. Diese stellen sich vor allem im Zusammenhang mit der
Entwicklung der Wissenschaften auf dem Gebiet der Humanmedizin und
-biologie. Als Beispiel sei hier die Forschung mit menschlichen
embryonalen Stammzellen genannt, mit dem sich eine Arbeitsgruppe im
Wissenschaftsministerium derzeit intensiv auseinandersetzt.
Der neue Kommisson, der zwölf Männer und zehn Frauen angehören, setzt
sich wie folgt zusammen:
-10 Mitglieder aus Medizin/Molekularbiologie und Genetik
- 7 Mitglieder aus den Rechtswissenschaften
- 9 Mitglieder aus den Bereichen Soziologie/Philosophie/Theologie
Vorsitzende Druml bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen
und unterstrich die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit. Sie
bedankte sich bei den Mitgliedern der Kommission für die
Zusammenarbeit der letzten beiden Jahre und unterstrich die
internationale Wahrnehmung der österreichischen Bemühungen.
Rückfragehinweis:
Mag. Angelika Feigl
Pressesprecherin des Bundeskanzlers
Tel. (01) 531 15 - 2758
0664/842 80 80OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU






