- 19.10.2009, 14:14:27
- /
- OTS0179 OTW0179
WWF: VEÖ bedient sich ähnlicher Argumente wie die Atomlobby
Profitinteressen entschuldigen nicht Zerstörung unserer Flüsse
Wien. (OTS) - Der WWF weist die Vorwürfe des Verbandes der
Elektrizitätsunternehmen (VEÖ) scharf zurück, wonach sich der WWF
einer Kampfrhetorik bediene und Anschuldigungen mache. "Es ist
legitim für die Elektrizitätswirtschaft weitere Wasserkraftwerke
bauen zu wollen um ihre Profite zu vergrößern. Aber angesichts
dessen, dass nur noch 20 Prozent der Flussstrecken in natürlichem
oder naturnahem Zustand sind, ist es verantwortungslos gegenüber den
kommenden Generationen, auch diese Strecken noch zu verbauen",
kritisiert WWF-Naturschutzdirektor Andreas Wurzer die
Betonierermentalität der VEÖ-Generalsekretärin Barbara Schmidt. "Frau
Schmidt weiß ganz genau, dass die Verbauung der letzten freien
Flussstrecken nur den Strombedarf der nächsten paar Jahre abdeckt.
Was machen wir dann? Daher sollten auch die VEÖ umdenken und nicht
das Klimaschutzmäntelchen als Rechtfertigung für die Zerstörung
unserer Flüsse bemühen. Die Atomlobby argumentiert mit ähnlichen
Argumenten wie die E-Wirtschaft in Österreich. Was wir stattdessen
brauchen sind Einsparung, Effizienzsteigerung und der Ausbau von
erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Erdwärme und Biomasse", so
Wurzer.
Der WWF ist nicht prinzipiell gegen Wasserkraft. Aber angesichts der
prekären Situation der österreichischen Flüsse ist der Plafond
erreicht. Wurzer erinnert die VEÖ an die Wasserrahmenrichtlinie der
EU, wonach bis spätestens 2027 Österreichs Flüsse wieder lebendig
werden müssen.
Weiterführende Informationen, Karten und Fotos zum Download:
www.wwf.at/oekomasterplan
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231, E-Mail: [email protected].
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF






