Heinzl: Niederösterreich zahlt am wenigsten für seine PendlerInnen

Wien (OTS/SK) - "Kein Bundesland zahlt pro Einwohner so wenig für den Nahverkehr und seine PendlerInnen wie Niederösterreich. Die Flugblätter der VP-NÖ, die auf Bahnhöfen verteilt werden, strotzen vor Unwahrheiten und sind ein Hohn für die niederösterreichischen PendlerInnen", stellte SPÖ-Verkehrssprecher Anton Heinzl klar. Denn alle, sowohl Bund wie ÖBB, kommen ihren Verpflichtungen nach; nur das Land Niederösterreich erfüllt seine Aufgaben nicht. "Wenn das Land Niederösterreich seinen Verpflichtungen nachkommen würde und um 40 Millionen Euro mehr für die PendlerInnen übrig hätte, wären alle Probleme gelöst. Dann könnten auch Nebenbahnen, wie Mariazeller Bahn, Ybbstalbahn oder Waldviertler Schmalspurbahnen problemlos weiter betrieben werden", so Heinzl gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

* Der Bund investiert in den Pendlerverkehr in Österreich rund 530 Millionen Euro pro Jahr, davon fließen mehr als 200 Millionen Euro nach Niederösterreich.

* Was tut Niederösterreich: Das Land gibt nur 17 Millionen Euro pro Jahr für die PendlerInnen in Niederösterreich aus. (Am Flugblatt steht 60 Millionen Euro, da sind Infrastrukturkosten, wie Lärmschutzwände, miteinberechnet).

* Bund und ÖBB investieren allein in Niederösterreich in die Infrastruktur der Bahn von 2009 bis 2014 2,3 Milliarden Euro.

* Was tut Niederösterreich: Das Land NÖ gibt jährlich 43 Millionen für Infrastrukturkosten und einmalig 75 Millionen Euro aus. Niederösterreich investiert auch lieber in den Straßenverkehr als in die Schiene. So kostet etwa der Citytunnel in Waidhofen an der Ybbs 75 Millionen Euro.

Der SPÖ-Verkehrssprecher wies weiters darauf hin, dass das Land Tirol gemessen an der Einwohnerzahl etwa viermal soviel für den Nahverkehr ausgibt wie Niederösterreich und Wien jährlich für den öffentlichen Verkehr bei einer etwa gleich großen Einwohnerzahl zehnmal soviel wie Niederösterreich investiert. "Deshalb funktioniert der Nahverkehr in Wien auch und in Niederösterreich kommt es immer wieder zu Problemen", so Heinzl. (Schluss) mo/mp

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