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Exkommunikation von Wiens Bürgermeister, Strafverfolgung von Frauen und lebenslanger Kerker für Gynäkologen

Wien (OTS) - Mit skurril-finsteren Aussagen machen Österreichs Bischöfe von sich reden. Familien-Bischof Küng fordert im letzten "Profil" Strafverfolgung von Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt haben und überlegt sogar in einer aktuellen Aussendung, "wie strafrechtliche Maßnahmen aussehen können" (OTS 02003 vom 12.10.09). Sein Kollege Weihbischof Andreas Laun wiederum sieht Wiens Bürgermeister Häupl "automatisch als exkommuniziert" an, weil dieser die Mitarbeiter einer Klinik für Schwangerschaftsabbruch ins Rathaus geladen hat. Und im Ö1 Journal Panorama vom 13.10.09 möchte Laun den Leiter des Wiener Gynmed Ambulatoriums für Schwangerschaftsabbruch im Gefängnis sehen, denn "er tötet Menschen". Wiens Frauen nehmen es gelassen, wie eine Integral - Umfrage vom Vormonat offenbart: Jede zweite Wienerin (48%) stuft Kommentare von Österreichs Kirchenwürdenträgern zum Thema Schwangerschaftsabbruch als "überhaupt nicht wichtig" ein.

"Anscheinend wünscht sich die katholische Kirche ernsthaft die Zeit der Engelmacherinnen zurück. Wer das tut, hat nichts aus der Geschichte gelernt", erklärt DDr. Christian Fiala, Leiter des Gynmed-Ambulatoriums und Direktor des Museums für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch. In letzterem wird anschaulich dargestellt, wie qualvoll die Zeit vor der Legalisierung der Abtreibung für Frauen war. (www.muvs.org )

"Die beste Vorbeugung ungewollter Schwangerschaften ist effiziente Verhütung. In diesem Bereich zählt Österreich leider zu den Schlusslichtern Westeuropas. Hier hätte die katholische Kirche ein lohnendes Aufgabenfeld indem sie z.B. endlich den Widerstand gegen effektive Verhütungsmittel aufgibt", so Fiala.

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