- 13.10.2009, 09:56:46
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Heinisch-Hosek: "Dialog mit Expertinnen ist wichtige Basis für Frauenpolitik"
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek verleiht Käthe Leichter-Staatspreis 2009 an Gudrun Biffl.
Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek lud gestern
Abend zur Verleihung des "Käthe Leichter-Preises für Frauenforschung,
Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt" ins
Bundeskanzleramt. Der von der Frauenministerin gestiftete Käthe
Leichter-Staatspreis ging an die Leiterin des Zentrums für Migration,
Integration und Sicherheit an der Donau Universität Krems, Univ.
Prof.in Gudrun Biffl. Der Staatspreis und weitere Käthe
Leichter-Preise werden seit dem Jahr 1991 vergeben, wobei heuer
erstmals insgesamt sechs Preisträgerinnen geehrt wurden.
"In der Frauenpolitik ist es ganz wesentlich, dass wir auf
Erfahrungsberichte, wissenschaftliche Untersuchungen und den
ständigen Dialog mit Expertinnen zurück greifen können. Denn das
Wissen über die tatsächliche Lebensrealität von Frauen gibt uns erst
die Basis für eine Politik, die an den wahren Bedürfnissen orientiert
ist", sagte die Frauenministerin in ihrer Eröffnungsrede. Käthe
Leichter sei in vielfacher Hinsicht ein Vorbild und eine Vorkämpferin
gewesen: "Sie hat Frauen, insbesondere einfache Arbeiterinnen, zu
Wort kommen lassen", so Heinisch-Hosek.
"Ich freue mich, dass wir auch 2009 mit diesem Preis Frauen vor den
Vorhang holen können, die im Sinne von Käthe Leichter einen wichtigen
Beitrag zur Frauenforschung und für Geschlechtergerechtigkeit
geleistet haben", so die Ministerin. Gudrun Biffl habe in ihrer
Position an der Donau Universität Krems und als frühere
WIFO-Mitarbeiterin in vielen frauenpolitischen Fragen eine
wissenschaftliche Fundierung geliefert. "Gerade die Forderung nach
gleichem Lohn für gleiche Arbeit ist ein Beispiel dafür, dass Politik
eine wissenschaftliche Ausgangsbasis und die Erfahrung von
Expertinnen braucht", sagte Heinisch-Hosek.
Der Käthe Leichter-Preis erinnert an das Leben und Wirken der
Nationalökonomin Käthe Leichter (1895-1942). Sie war als erste
Frauenreferentin der Arbeiterkammer politisch und wissenschaftlich im
Interesse der Frauen tätig. Ihre sozialpolitischen Erhebungen gehören
zu den wichtigsten frauenrelevanten Publikationen der
Zwischenkriegszeit. 1942 wurde Käthe Leichter, die sich auch als
Widerstandskämpferin für Gerechtigkeit und Menschwürde einsetzte, in
der Euthanasieanstalt Bernburg ermordet.
Die nach ihr benannten Preise werden für hervorragende Leistungen in
der Frauen- und Geschlechterforschung sowie für Verdienste um die
Frauenbewegung und Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit
vergeben. Neben dem von der Frauenministerin gestifteten Käthe
Leichter-Staatspreis wurden heuer fünf weitere Käthe Leichter-Preise
vergeben. Diese wurden von der Bundesministerin für Unterricht, Kunst
und Kultur, vom Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend,
vom Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, von
der Arbeiterkammer Wien und von der Österreichischen Nationalbank
gestiftet. Sie gingen dieses Jahr an Christiane Spiel, Luise
Gubitzer, Birge Krondorfer, Brigitte Ratzer und Monika Ankele.
Neben der Frauenministerin gratulierten auch Sozialminister Rudolf
Hundstorfer, Staatssekretärin Christine Marek und der Gouverneur der
Österreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, den Preisträgerinnen
persönlich. Gabriele Heinisch-Hosek gab abschließend noch einen
Ausblick auf das kommende Jahr: Für 2010 sei erstmals auch ein
"Frauenlebenswerk-Preis" geplant.
Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel: (01) - 53115 - 2149
E-Mail: [email protected]
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