• 12.10.2009, 12:21:22
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Karl und Kurz fordern ein "Zukunftspaket Lehre"

Wählen mit 16, 500 Euro Mindestlohn und Hochschulzugang

Wien (OTS) - Mehr Mitbestimmung, ein Mindesteinkommen und mehr
Chancen für Lehrlinge forderten ÖAAB Generalsekretärin Abg.z.NR Dr.
Beatrix Karl und JVP-Bundesobmann Sebastian Kurz heute, Montag, bei
einer gemeinsamen Pressekonferenz zum morgigen "Tag der Lehre". Ein
"Zukunftspaket Lehre" soll den Lehrberuf noch attraktiver und die
österreichischen Fachkräfte auf Dauer wettbewerbsfähig machen. ****

Mehr Mitbestimmung

"Seit 2007 dürfen junge Menschen - auch auf Betreiben der Jungen
Volkspartei - den Gemeinderat, den Landtag, den Nationalrat und den
Bundespräsidenten wählen. Aber sie dürfen immer noch nicht darüber
entscheiden, wer ihre Interessen im Berufsalltag vertritt - das ist
doch paradox!", unterstreicht JVP-Bundesobmann die Forderung, das
aktive Wahlalter auch auf Betriebsratsebene auf 16 Jahre
herabzusetzen.

Mehr Einkommen

Die Junge ÖVP und der ÖAAB fordern auch eine gerechtere Bezahlung
für Lehrlinge. "Es ist unverständlich, warum es zwar ein gesetzliches
Existenzminimum gibt und einen allgemein verpflichtenden Mindestlohn
geben soll, bei den Lehrlingen nach unten hin jedoch keine Grenzen
gesetzt werden", so Kurz. Unterschiedliche Lehrberufe werden außerdem
unterschiedlich entlohnt. Deshalb fordern die Junge ÖVP und der ÖAAB
eine Mindestlehrlingsentschädigung im ersten Lehrjahr in der Höhe von
500 Euro.

Mehr Chancen

"Nur mit den bestqualifizierten Fachkräften kann Österreich im
internationalen Wettbewerb bestehen", stellt ÖAAB-Generalsekretärin
Beatrix Karl fest. "Die Bildungsdiskussion beschränkt sich immer nur
auf Schüler und Studenten - sobald jemand im Berufsleben steht, ist
er den meisten sogenannten Bildungsexperten egal", kritisiert sie.
"Wir wollen eine gratis Berufsmatura für Lehrlinge - das ist echte
duale Bildung", so Karl.

Die Forderungen von ÖAAB und JVP gehen noch weiter: "Wir wollen,
dass eine bestandene Meisterprüfung auch zum Studium berechtigt!
Warum sollte ein Schlossermeister nicht Maschinenbau studieren
dürfen?" Diese Öffnung solle aber auch umgekehrt gelten. "Warum soll
man nicht als Studienabbrecher oder im Zuge des beruflichen
Wiedereinstiegs die Chance einer qualifizierten Lehrausbildung
ergreifen können? Auch damit kann dem viel zitierten Fachkräftemangel
entgegengewirkt werden und wir eröffnen neue Chancen auf dem
Arbeitsmarkt", so Karl.

Sebastian Kurz und Beatrix Karl betonten abschließend: "Wir
brauchen die bestqualifizierten Fachkräfte: Maturanten mit
Lehrabschluss genauso wie Lehrabsolventen mit akademischer
Ausbildung!"

Rückfragehinweis:

Junge ÖVP, Bernadett Thaler, Tel.: 01/ 40126 - 614, http://www.junge.oevp.at
   
   und 
   
   ÖAAB-Bundesleitung
   PR & Kommunikation
   Tel.: +43 (1) 40 141 216
   Fax:  +43 (1) 40 141 229
   E-Mail: [email protected]
   www.oeaab.com

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